Kopetz: Österreichischer Biomasse-Verband urgiert Sofortprogramm zur Rettung der Biogasanlagen

Wien (OTS) - In seiner letzten Vorstandssitzung hat sich der Österreichische Biomasse-Verband ausführlich mit den vorliegenden Vorschlägen zur Novellierung des Ökostromgesetzes und der Tarifverordnung 2008 auseinandergesetzt.

"Der Österreichische Biomasse-Verband rechnet mit langwierigen und zeitaufwendigen Diskussionen über die Novellierung des Ökostrom-Gesetzes. Damit könnte es für die Rettung vieler Biogas- und Pflanzenölanlagen zu spät werden und eine Reihe von Anlagen in den wirtschaftlichen Ruin schlittern", erklärt der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Dr. Heinz Kopetz, in einer Aussendung. Um dies zu verhindern, schlägt der Österreichische Biomasse-Verband vor, die Einführung eines Sofortprogramms für gefährdete Anlagen vorzuziehen und eine Kleine Novelle des Gesetzes schon Anfang 2008 zu beschließen. Dann würde es auch keinen Zeitdruck zur ausführlichen Beratung über die vorgeschlagenen sonstigen Änderungen der Novelle geben.

Alternativen zur Ökostrom-Gesetzgebung angeregt

Der Österreichische Biomasse-Verband befasste sich auch mit den aktuellen, globalen Diskussionen um die Verringerung der Treibhausgasemissionen, wie sie derzeit gerade in Bali geführt werden und stellt fest, dass das Ökostromgesetz in seiner jetzigen Form zu einer weiteren Erhöhung der Emissionen in Österreich führen wird. Nach ersten Berechnungen des Verbandes werden die Emissionen aus der Stromerzeugung bis 2015 um einige Millionen Tonnen steigen. Andererseits hat der Europäische Rat im Frühjahr 2007 verbindlich beschlossen, dass in Europa diese Emissionen bis 2020 um 20 % gegenüber dem Niveau des Jahres 1990 zurückgehen müssen. Umgelegt auf die Stromerzeugung bedeutet dieser Beschluss, eine Reduktion der C02-Emissionen um etwa acht Mio t gegenüber dem jetzigen Niveau für Österreich.

Diese Diskrepanz wird zu immer größeren Problemen führen. Der Österreichische Biomasse-Verband regt daher an, dass alle Fachgremien, einschließlich der Ministerien, die sich in den nächsten Wochen mit dem Thema Ökostrom auseinander setzen, auch Alternativen zur vorliegenden Gesetzgebung entwickeln, die es der österreichischen Stromwirtschaft ermöglichen, sich durch eine Senkung der Kohlendioxidemissionen an den globalen Bemühungen gegen die Erderwärmung in einer solidarischen Weise zu beteiligen. Der Österreichische Biomasse-Verband wird demnächst entsprechende Vorschläge vorlegen.

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