Neues Volksblatt: "Arme Lehrer" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 7. Dezember 2007

Linz (OTS) - Österreichs Lehrer müssen eine gehörige Portion Masochismus besitzen. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie bemüht sind, ihren Job nach bestem Wissen und Gewissen erledigen, obwohl das Unternehmen, für das sie arbeiten, seit Jahren schlecht geredet wird. Seit im Unterrichtsministerium Claudia Schmied das Sagen hat, kommt noch dazu auch aus der eigenen Chefetage wenig Aufmunterung. Wer immer nur hört, dass alles anders und besser werden müsse, muss sich mit Recht fragen, ob das nicht schon Mobbing ist. Dabei muss sich Schmied und mit ihr die Verkünder einer neuen schulischen Heilslehre fragen, ob sie ihren Job gut erledigen. Die zur Neuen Mittelschule (NMS) verbrämte Ganztagsschule startet nicht furios, sondern kurios. Selbst die Steirer, die so ziemlich als erste aufzeigten, als es um Modellregionen für die NMS ging, poltern nun gen Wien.
Für die SPÖ, die angetreten ist, das Bildungssystem neu zu erfinden, wird die Sache immer peinlicher. Der große Wurf ist weit und breit nicht erkennbar, und damit bleibt, was die Lehrer am wenigsten brauchen können: ständige Verunsicherung durch planloses Herumdoktern.

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