ÖSTERREICH: Asylwesen kostet jährlich knapp 180 Millionen Euro

Aufstellung der Ausgaben für Asylwesen des Innenministeriums

Wien (OTS) - Die Kosten für das Asylwesen betrugen nach Angaben
des Innenministeriums im Jahr 2006 fast 180 Millionen Euro (exakt 177.617.599,19 Euro). Dies berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer morgigen (Freitag-) Ausgabe.

In der Beantwortung einer schriftlichen parlamentarischen Anfrage werden von Innenminister Günther Platter die Kosten seines Ressorts für das Asylwesen im einzelnen dargestellt. So refundierte etwa das Innenministerium rund 1,8 Millionen Euro an die Bezirkshauptmannschaften und Magistrate für die Betreuung von Schubhäftlingen (Fahrten und Dolmetscher), zahlte 1,6 Millionen Euro für Sicherheit und medizinische Betreuung und eine weitere Millione Euro allein für den Transport von Asylwerbern innerhalb Österreichs. Der größte Anteil an Kosten entfiel auf Personalausgaben mit rund 17 Millionen Euro und auf den Bereich Betreuung und Integration mit 125 Millionen Euro.

Gerhard Mory, Rechtsanwalt und Asylexperte kritisiert die unnötige Höhe der Kosten scharf - das habe nur mit der Unmenschlichkeit des Staates zu tun: "Die Behörden nehmen bis zum Exzess Beweise auf. Letztendlich sind sie nach drei Jahren Recherche auch nicht weiter als am Anfang. Das hängt damit zusammen, dass sie einfach nach Möglichkeit kein Asyl geben wollen." Auch mit der Neuorganisation der Verfahren mit einem Asylgerichtshof werde sich keine Verbilligung einstellen meint Asylexperte Gerhard Mory: "Es wird immer aufwändig sein und viel kosten."

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