Oberhauser: Wohl der Kinder braucht ordentliche Gesetze

Wien (SK) - "Polemisierung reicht nicht! Das Wohl von Kindern braucht mehr Nachdenken und ordentliche Gesetze", so die SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser am Donnerstag im Plenum des Nationalrates. Oberhauser forderte "Mut zu riskieren, ein Kind zu viel aus einer Familie zu nehmen, als dass es gequält wird". Dem BZÖ warf Oberhauser vor, mit der dringlichen Anfrage "billigen Populismus mit dem Schicksal von Kindern" zu betreiben. ****

Wenn Oberhauser über die Misshandlung von Kindern spreche, dann täte sie das "nicht in reißerischer Art und Weise, sondern aus tiefster Betroffenheit durch die persönlichen Erfahrungen als Kinderärztin". Die Bilder der letzten Wochen hätten sie betroffen gemacht, weil "Kinder von Behörden im Stich gelassen und den Eltern wieder mit nach Hause gegeben wurden". "Die Behörden hatten offensichtlich nicht den Mut, die Kinder aus der Familie zu nehmen", attestierte die SPÖ-Gesundheitssprecherin.

"Wir wissen, wie schwierig die Entscheidung fällt, Kinder aus der Familie zu nehmen", betonte Oberhauser. Dennoch könne sie "aus tiefster Überzeugung" sagen, "es kann nicht gelten, dass es besser ist, ein Kind in einer nicht intakten, gewalttätigen Familie zu lassen, als ein Kind aus einer Familie zu nehmen".

Das BZÖ wolle sich mit dieser Art der Agitation so hinstellen, als sei sie "die einzige Partei, die sich um das Wohl der Kinder sorgt", kritisierte die SPÖ-Abgeordnete. Der Unterschied zwischen dem BZÖ und den anderen Parteien sei aber, "dass sich alle Anderen in seriöser Weise" mit der Thematik befassen würden.

Mehr Zivilcourage und intensive Vernetzung

Oberhauser forderte "mehr Zivilcourage der einzelnen Menschen". Man müsse bereit sein, "den unbequemen Weg zu gehen, sich mit Behörden und Eltern auseinandersetzen - das ist Zivilcourage", so die SPÖ-Gesundheitssprecherin. Eine "intensivere Vernetzung und Kommunikation von Behörden, Ärzten, Lehrern, Nachbarn usw. sei zur Prävention ebenso nötig wie strukturelle Veränderungen", so Oberhauser abschließend. (Schluss) ar

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