Kaiserliche Kunstschätze aus der Kunstkammer des KHM in Dresden zu Gast

Zukünftige Zusammenarbeit zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Kunsthistorischen Museum in Wien

Wien (OTS) - Im Dresdner Neuen Grünen Gewölbe sind ab heute Kunstschätze aus der Kunstkammer Kaiser Rudolf II. (reg. 1576-1612) zu sehen. 15 hochrangige Objekte, die in der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums aufbewahrt werden, werden in einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Sponsel-Raum des legendären Grünen Gewölbes präsentiert.

Als Liebhaber und exzellenter Kenner der Künste schuf Rudolf auf dem Hradschin in Prag eine Kunstkammer, die als die größte und qualitätsvollste ihrer Zeit galt. Sie ist die Wiege der habsburgischen Sammlungen, und ihre Exponate zählen zu den bedeutendsten Kunstwerken, die um 1600 in Europa geschaffen wurden.

Im Frühjahr 1575 besuchte Rudolf im Alter von 23 Jahren bereist als König von Ungarn an der Seite seines Vaters, Kaiser Maximilian II. (1564-1576), Dresden. Obwohl in der Zeit um 1600 nur wenige Tagesreisen Prag von Dresden trennten, kehrte er als Kaiser Rudolf II. niemals wieder in die sächsische Residenzstadt zurück.

Im übertragenen Sinne hält er nunmehr glanzvoll festlichen Einzug:
Die Bronzebüste Rudolfs II. von Adrien de Vries aus dem Jahr 1603 feiert den habsburgischen Herrscher in all seiner majestätischen Würde und Kraft. Um die Büste herum sind u. a. eine aus einem Onyx geschnittene Kamee mit dem Porträt des Kaisers, einem antiken Imperator gleich, mit Lorbeerkranz im Haar dargestellt. Farbenprächtige Steinlegearbeiten von Giovanni Castrucci, Gefäße von Ottavio Miseroni sowie Elfenbeinstatuetten von Nikolaus Pfaff und ein grandioser Deckelpokal aus Rhinozeroshorn geben einen Einblick in die unermesslichen Schätze der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums, die derzeit aufgrund einer Generalsanierung geschlossen ist.

Prof. Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, und Prof. Dr. Wilfried Seipel, Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums in Wien, unterschrieben gestern einen Kooperationsvertrag, in dem eine intensive Zusammenarbeit der beiden Museen vereinbart wird, die sich der Erforschung der Geschichte der Kunst- und Schatzkammern der Renaissance und der Umsetzung weiterer gemeinsamer Ausstellungsprojekte zukünftig widmen wird.

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