Hofer: Kennzeichnungspflicht für Fleisch von Tieren, die mit GVO gefüttert wurden

Großteil der Österreicher lehnt Verzehr gentechnisch veränderter Nahrungsmittel ab

Wien (OTS) - Das EU-Gentechnikrecht schreibt die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und von GVO-Produkten vor. Durch diese Kennzeichnung kann der Konsument frei zwischen gentechnisch veränderten und konventionellen bzw. biologisch erzeugten Produkten wählen. Der FPÖ reicht das aber nicht, denn Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden, muss nicht gekennzeichnet werden.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Von der Kennzeichnungspflicht sind auch Futtermittel erfasst, die GVO enthalten. Allerdings fallen Fleisch, Milchprodukte und Eier von Tieren denen gentechnisch veränderte Futtermittel verfüttert wurden, nicht unter diese Regelung. Der Großteil der weltweit angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen ist jedoch für die Tierhaltung bestimmt."

Das Gesundheitsrisiko für Tiere durch den Verzehr gentechnisch veränderter Pflanzen ist nach wie vor ungeklärt. Zudem vermutet die Wissenschaft, dass das gentechnisch veränderte Erbgut über Fleisch oder Milch in den menschlichen Organismus gelangen und dort nicht bekannte Effekte auslösen kann.

"Da der Großteil der Österreicher den Verzehr gentechnisch veränderter Nahrungsmittel ablehnt, sollen die Menschen auch darüber informiert werden, wenn Fleisch, Milchprodukte oder Eier, die am Markt angeboten werden, von Tieren stammen, die mit GVO gefüttert wurden. Es ist daher eine Kennzeichnungspflicht sicherzustellen", fordert Hofer, der bereits einen diesbezüglichen Antrag im Parlament eingebracht hat.

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