• 06.12.2007, 14:15:03
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ÖBB macht wegen Kreditkrise Millionenverluste

Portfolio von ABS und CDOs muss um 50-60 Millionen Euro abgewertet werden

Wien (OTS) - Die ÖBB hat heuer mit innovativen Finanzgeschäften
50-60
Millionen Euro verloren. Das bestätigt Finanzvorstand Erich Söllinger
im
Gespräch mit FORMAT. Sie muss ein Portfolio von 200 Asset Backed
Securities
(ABS) und Collateralized Debt Obligations (CDOs) abwerten, weil die
Kreditkrise alle solchen Wertpapiere massiv unter Druck gebracht hat.

Die ÖBB hatte die Papiere vor knapp zwei Jahren im Rahmen eines
Portfolio
Credit Default Swap im Volumen von 612,9 Millionen Euro gekauft und
dafür
andere Finanzanlagen aus früheren Cross-Border-Leasinggeschäften
verkauft.
Die Motivation dahinter: "Reduktion des Klumpenrisikos und
Ertragsoptimierung", erklärt Söllinger.

Zur Reduktion des Klumpenrisikos seien einige wenige Wertpapiere in
die 200
Titel getauscht worden, die nun aber alle gleichermaßen von der
Kreditkrise
betroffen sind. Die Ertragsoptimierung ist bisher nicht aufgegangen.
Denn
bei Abschluss des Swap haben die ÖBB 23,9 Millionen Euro eingenommen,
aber
bisher ingesamt 80 Millionen abschreiben müssen. Bis zu 60 Millionen
heuer,
und schon 21,3 Millionen im vorigen Jahr.

An der Gewinnprognose für 2007 in Höhe von 78 Millionen Euro beim
Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hält Söllinger dennoch fest. "Das
Geschäft ist heuer so gut gelaufen, dass wir das gut verbuchen
können.",

Rückfragehinweis:

Format Chefredaktion Mag. Waltraud Kaserer
      Tel.: (01) 217 55/4128

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