Kalina zu PISA: "Jetzt will die ÖVP nicht nur den Befund, sondern gleich auch den Arzt abschaffen"

Österreich muss "von PISA lernen"

Wien (SK) - Die Reaktion der ÖVP auf die Ergebnisse der
PISA-Studie "werden immer skurriler: Jetzt will sie quasi nicht nur den Befund abschaffen, sondern gleich dazu auch den Arzt, der den Befund ausstellt und eine Therapie vorschlägt", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina zu den heutigen Angriffen der ÖVP auf PISA-Koordinator Günter Haider. "Ein reines Ablenkungsmanöver davon, dass PISA 2006 das 'Abschlusszeugnis' für über ein Jahrzehnt Schulpolitik Marke Gehrer ist", so Kalina am Donnerstag. ****

"Es mag schon sein, dass die ÖVP in der Schulpolitik lieber ihre Kopf-in-den-Sand-Politik fortsetzen möchte, das wird es aber mit uns nicht spielen. Österreich muss von PISA lernen, das heißt, die Daten genau zu analysieren und sich jene Länder als 'Benchmark' zu nehmen, die erfolgreicher sind." Kalina verwies dazu als Beispiel auf Polen, das sich nach umfassenden Schulreformen innerhalb weniger Jahre bei PISA auffällig stark verbessert hat. Wie wenig stichhaltig die Position der ÖVP im übrigen sei, zeige sich daran, dass sie zum einen aus PISA aussteigen möchte, weil der Test angeblich nicht aussagekräftig sei, andererseits nun eine eigene Bundesländerauswertung der PISA-Daten fordert, so Kalina abschließend. (Schluss) ah

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