Sima: Wien garantiert Notwasserversorgung von Klosterneuburg

Gemeinsame Investition von 3,4 Millionen Euro in Ausbau und Sicherung der Trinkwasserversorgung

Wien (OTS) - Seit dem Jahr 1956 garantieren die Wiener
Wasser-werke die Notversorgung der Nachbarstadt Klosterneuburg mit Trink-wasser, die im Schnitt an einigen Tagen pro Jahr - etwa bei Hoch-wasser oder bei anhaltenden Hitzeperioden - in Anspruch genommen wird. Seit dem Jahr 2005 wurden die dafür nötigen Anlagen erneuert und erheblich verstärkt. "Wir haben eine faire Lösung gefunden, die für beide Seiten Vorteile bringt", betonte Umweltstadträtin Maga Ulli Sima anlässlich der am Donnerstag gemeinsam mit dem Klosterneuburger Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh im Pumpwerk Nußdorf vorgenommenen Inbetriebnahme der Notwasserversorgung: "Mit dem Projekt wurde eine zusätzliche Versorgungslinie geschaffen, die die Versorgungssicherheit der AnrainerInnen an der Heiligen-städter Straße, im Kahlenbergerdorf, in der Kuchelauer Hafenstraße und in der Wiener Schüttau weiter steigert. Gleichzeitig können die BürgerInnen Klosterneuburgs in Notzeiten nun mit bis zu 6 Mil-lionen Liter Wiener Trinkwasser täglich versorgt werden." Zum Ver-gleich: Die beiden Wiener Hochquellleitungen liefern täglich bis zu 437 Millionen Liter Trinkwasser bester Qualität aus den nieder-österreichisch-steirischen Kalkalpen in die Bundeshauptstadt.

Neben der Erneuerung bestehender Trinkwasserleitungen umfass-te das nun abgeschlossene Projekt die Verbindung der beiden Lei-tungen in der Heiligenstädter Straße im Bypass-Verfahren. Ein neu-er Transportstrang entstand ausgehend vom Nußdorfer Platz über die ÖBB-und Schleusenbrücke bis zum Pumpwerk Nußdorf in Wien-Brigittenau. Um die größeren Wassermengen mit höherem Druck an die Stadtgrenze liefern zu können, war auch eine Erweiterung dieses Pumpwerks erforderlich. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro, davon werden 1,4 Millionen Euro von der Stadtgemeinde Klosterneuburg getragen. Alle Anlagen stehen im Eigentum der Stadt Wien.

"Grabungsarmer" Leitungsbau schont die Umwelt

Die Wiener Wasserwerke setzten bei der Erneuerung der Trink-wasserleitungen zwischen Nußdorfer Platz und der Stadtgrenze zu Klosterneuburg auf neue, "grabungsarme" Verfahren. Ein 2.200 Meter langer Versorgungsrohrstrang wurde unterirdisch der Länge nach aufgeschnitten und aufgeweitet, um ein neues Rohr aus Kunststoff einziehen zu können. Eine andere Lösung erforderte die Erneuerung der Transportleitung mit einer Länge von 3.300 Metern: Hier wurde ein spezieller Schlauch in das gereinigte alte Rohr eingezogen und zu einem statisch tragfähigen Rohr ausgehärtet. "Dieses ,Gewebeschlauchinlining' genannte Verfahren kam weltweit erstmalig bei Trinkwasser-Druckleitungen zur Anwendung", erläuterte Dipl.-Ing. Hans Sailer, Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke.

Die Vorteile des grabungsarmen Leitungsbaus sind vielfältig, bekräftigte Umweltstadträtin Sima: "Im Vergleich zu herkömmlichen Baustellen mit kilometerlangen Künetten ersparten wir uns bei der Baustelle entlang der B14 rund 800 Lkw-Sattelschlepper-Fuhren. Die grabungsarmen Verfahren reduzierten den Aushub, die Staubentwick-lung auf der Baustelle und den Baulärm." Neben einem Zeitgewinn waren die Rohrerneuerungen auch noch billiger. Sima: "Im Vergleich zur konventionellen Künettenbauweise haben wir uns allein bei der Nußdorfer Baustelle 1 Million Euro erspart." (Schluss) wög

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