Meilenstein für AUVA Unfallkrankenhaus Meidling: Neuer Dach-Hubschrauberlandeplatz in Betrieb - direkt und schnell in den Schockraum

Wien (OTS) - Mit Donnerstag, dem 6. Dezember 2007, geht die neue Hubschrauber-Außenlandestelle für Rettungsflüge über dem Dach des AUVA Unfallkrankenhauses Meidling in Betrieb. Sie wurde in Abstimmung mit der Christophorus-Flugrettung errichtet und ist ein wichtiger Meilenstein in der Modernisierung des Akutspitals: Die Schwerverletzten gelangen auf direktem Weg mit Expresslift in den ebenfalls neuen OP-Trakt in den 1. Stock. Der Landeplatz-Umbau dauerte 15 Monate und kostete rund 1,4 Millionen Euro.

Der orange-rote Riesenkran ist weg. In rund 28 Metern Höhe wartet die 25 mal 20 Meter große Landeplattform auf den ersten Notarzt-Hubschrauber. Sie ruht auf rund 80 Tonnen Stahl - einem stabilen Konstrukt aus Trapezblechen, Trägern und acht Stützen über dem Dach des Unfallkrankenhauses. Rund 60 Kubikmeter Beton wurden zu einer rund 150 Tonnen schweren, vollflächig beheizten Plattform gegossen und mit einer Befeuerungsanlage versehen, die es den Piloten ermöglicht, die Beleuchtung des Landeplatzes auch selbst aus der Luft einzuschalten.

Zwei Bettenlifte verbinden die Übernahmestation des Landeplatzes mit dem zu Jahreswechsel 2007 in Betrieb genommenen Operationstrakt. Der beschleunigte Lift bringt die Verletzten mit 1,2 Meter pro Sekunde von der Übernahmestation in den Schockraum in den ersten Stock.

"Mit der Freigabe des Notlandeplatzes ist ein Meilenstein im Um-und Zubau unseres Unfallkrankenhauses und des Rehabilitationszentrums für Schädel-/Hirnverletzungen Meidling erreicht. Die Akutpatienten kommen jetzt auf dem direkten und schnellsten Weg zur medizinischen Versorgung. Jede Sekunde ist für die Heilungschancen, die Rehabilitation und die zukünftige Lebensqualität wichtig," erklärt Mag. Helmut Glöckler, stellvertretender Direktor der AUVA Landesstelle Wien, die Bedeutung dieses Bauabschnitts. Seit dem Jahr 1997 wird das 1956 eröffnete Unfallkrankenhaus bei vollem Betrieb vom Keller bis über das Dach modernisiert. Die Patienten- und Operationsfrequenz machen Meidling zum größten Unfallspital Österreichs: Jedes vierte Wiener Unfallopfer wird hier behandelt. Im kommenden Jahr wird ein Rettungsflug pro Woche erwartet.

Die Modernisierung des Landeplatzes und seine Verlegung vom Außengelände auf das Dach erleichtern und verkürzen nicht nur die Flugmanöver. Sie bringen mehr Sicherheit und weniger Belastung für die Anrainer.

Seit Jahresbeginn 2007 ist die Meidlinger Erstversorgung im 1. Stock modernisiert. Auch hier lag der Schwerpunkt auf der Verkürzung und Entflechtung der Patientenwege und eine angenehme Atmosphäre in den Wartezonen. Bis 2012 werden Gipszimmer, Stoßwellenambulanz umgestaltet. Weiters sind Um- und Zubauten für die Nachbehandlung im Erdgeschoss, die Modernisierung von Physiotherapie, Labor, Schnittbildzentrum und der Intensivstation, die von acht auf zwölf Betten erweitert werden soll, geplant. Weiters werden der Eingangsbereich, die Materialverwaltung neu gestaltet, ein Parkdeck errichtet und der Keller saniert. Die Gesamtbaukosten werden rund 53,5 Millionen Euro betragen.

Im Internet: www.auva.at/wien sowie www.auva.at/ukhmeidling

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