ÖSTERREICH: Hahn kündigt "Leseoffensive" als PISA-Konsequenz an

Wissenschaftsminister fordert "nationale Kraftanstrengung" und Orientierungsverfahren für angehende Lehrer

Wien (OTS) - Als Konsequenz aus dem PISA-Bildungstest kündigt Wissenschaftsminister Johannes Hahn eine "Leseoffensive" nach deutschem Vorbild an. Unter anderem sollen Stars aus Theater und Film an die Schulen gehen, um für das Lesen zu werben, indem sie den Schülern Texte vortragen. Entsprechende Pläne, so Hahn im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Donnerstag-Ausgabe), arbeite er zur Zeit mit Bildungsministerin Claudia Schmied aus.

Hahn fordert außerdem eine "nationalen Kraftanstrengung" für die Bildung. Die von Bildungsministerin Schmied geforderten Eignungstests für Lehrer am Beginn eines Lehramtsstudiums lehnt Hahn allerdings als "ungeeignet" ab. Hahns Alternative: "Dagegen wäre es sinnvoll, den Lehramtsstudenten ihre Talente und Mängel in einer Art Orientierungsverfahren aufzuzeigen".

Der Wissenschaftsminister sieht den PISA-Test sehr kritisch. Auf die Frage, ob Österreich aus dem Test aussteigen solle, sagt Hahn:
"Ich bin für eine Standardisierung solcher Bildungsprüfverfahren auf EU-Ebene. Die OECD hat ihre Meriten - aber das muss nicht für die Ewigkeit so bestehen bleiben."

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