Mehr Gebühren für den ORF ?

VÖP fordert vom ORF ein deutliches Sparprogramm und einen klaren Fokus auf den öffentlich rechtlichen Auftrag!

Wien (OTS) - Der ORF hat seine Hausaufgaben nicht gemacht! Es kann nicht sein, dass eine missglückte Programmreform und deren wirtschaftliche Folgen nun auf die Schultern der Gebührenzahler und der privaten Mitbewerber verlagert werden. Die Frage darf für den ORF nicht lauten: "Wie komme ich zu noch mehr Geld?", sondern vielmehr:
"Wie gehe ich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kostenbewusst und verantwortungsvoll um?"

In Zeiten rückläufiger Quoten muss ein klarer Fokus auf Sparmassnahmen gelegt werden. Ausufernde Personalentwicklungen, Investitionen in neue, kostenintensive und zumeist privat orientierte, nicht dem öff.rechtlichen Auftrag entsprechende Dienstleistungen, die Entwicklung von Spartenkanälen zur Marktverstopfung und Abschottung privater Anbieter, die diese Angebote ohne Gebühren realisieren könnten, sind kritisch zu prüfen und dramatisch einzuschränken!

Die derzeit zur Diskussion stehende Gebührenerhöhung für den ORF ist aus Sicht der österreichischen Privatsender inakzeptabel. Wenn sie trotzdem statt findet ist sie nur dann zu rechtfertigen, wenn der ORF gleichzeitig seinem gesetzlichen Programmauftrag auch vollinhaltlich nachkommt. Die Privatsender knüpfen eine Gebührenerhöhung für den ORF an die folgenden Bedingungen:

  • 100% Erfüllung des öffentlich rechtlichen Programmauftrages
  • effektive Kontrolle dieses Auftrages durch eine Aufsichtsbehörde
  • klare Einschränkungen der Werberegelungen für den ORF

Die Privatsender sehen eine Erhöhung des Anteils der Gebühren am Gesamtumsatz des ORF zwar als mittelfristige Entwicklung, das marktverzerrende Ungleichgewicht zwischen Gebühren- und Werbemarktfinanzierung zu entspannen. Das setzt aber zeitgleich deutliche Einschränkungen im Werbemarkt voraus. Entsprechende Vorschläge wird der VÖP in den nächsten Tagen präsentieren.

Gleichzeitig müssen im Zuge der Umsetzung der EU-Fernsehrichtlinie in Österreich Privat TV- und Privatradioveranstaltern umfangreiche Erleichterungen für ihre Werbemöglichkeiten eröffnet werden. Auch hierzu wird der VÖP konkrete Vorschläge vorlegen.

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