Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP): Psychotherapie-Programm

PsychotherapeutInnen-Kammer: Zweierlei Maß ohne Genierer?

Wien (OTS) - Die Regierung beabsichtigt, die Existenz aller 14 Kammern in Österreich samt Zwangsmitgliedschaft in den Rang eines Bundesverfassungsgesetzes zu heben und damit deren Position zu stärken.

Der Berufsverband der PsychotherapeutInnen hat zwei Jahre lang im Auftrag der damaligen Ministerin Rauch-Kallat an einem Gesetzesentwurf für die PsychotherapeutInnen-Kammer gearbeitet und musste zur Kenntnis nehmen, dass sich gerade jene Kammern gegen das Psychotherapie-Projekt stellten, die heute für ihre eigene Kammer selbstverständlich den stärksten Schutz, die Absicherung in der Bundesverfassung, entgegen nehmen möchten.

Mit dieser Maßnahme der Regierung stellt sich wohl verstärkt die rechtsstaatliche Verpflichtung, die Vertretungsrechte innerhalb vergleichbarer Berufsgruppen gleichermaßen abzusichern. Während die einzelne Berufsgruppen ihren Kammerstatus zementieren und mit staatlicher Macht ausgestattet werden, wird anderen zugemutet, um Gehör auf dem politischen Parkett betteln zu gehen und mit Trittbrettfahrern in der Berufsgruppe zu leben? Die PsychotherapeutInnen sind als eigenständiger Heilberuf per Gesetz dem ärztlichen Beruf gleichgestellt.

Der ÖBVP appelliert anlässlich der Stärkung existierender Kammern an die (berufs)politischen EntscheidungsträgerInnen mehr Gerechtigkeit und Fairness für nicht abgesicherte Berufsgruppen walten zu lassen. Der ÖBVP fordert eine gesetzliche Interessenvertretung für Psychotherapie, also eine Kammer für alle PsychoterapeutInnen.

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Dr. Eva Mückstein, Präsidentin Österreichischer Bundesverband für
Psychotherapie
Dr. Christa Pölzlbauer, Vizepräsidentin Österreichischer
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