Krampus-Aktion der GPA-DJP-Wien vor Call-Center: Arbeitgebern Rute ins Fenster gestellt

Informationskundgebung vor Wiener Call-Center Teleperformance

Wien (GPA-DJP-Wien) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) wandte sich heute neuerlich an die Beschäftigten eines Wiener Call-Centers, um Beratungsschecks mit dem Angebot einer kostenlosen Erstberatung zu verteilen. "Wir würden sicher lieber als Nikolo verkleidet vor die Call-Center gehen, um den Beschäftigten positive Nachrichten zu überbringen. Leider müssen wir aber noch immer als Krampus den Arbeitgebern die Rute ins Fenster stellen, damit sie ihre Beschäftigten anständig behandeln" so der Wiener Regionalsekretär Ernst Misar am Rande der Aktion. ++++

Im letzten Jahr hat die GPA-DJP gezielt die Arbeitsverhältnisse in Call-Centern unter die Lupe genommen. Dabei hat sich heraus gestellt, dass viele freie Dienstverträge in Wirklichkeit Umgehungsverträge sind und es sich um Angestelltenverhältnisse handelt. Durch Initiativen der GPA-DJP wurden in Call-Centern in den vergangenen Monaten bereits hunderte freie Dienstverträge in Angestelltenverhältnisse umgewandelt und Gehaltsansprüche rückwirkend geltend gemacht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nach wie vor viele Call-Center-Agents nicht über Rechte Bescheid wissen und um die Vorteile eines Angestelltendienstverhältnisses gebracht werden. "Die heutige Aktion ist sicher nicht die letzte öffentliche im Bereich der Call-Center. Die GPA-DJP wird weiterhin Druck für die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse in diesem Bereich machen und den Betroffenen Beratung und rechtliche Untertsützung anbieten, so der Regionalgeschäftsführer der GPA-DJP-Wien, Karl Proyer.

ÖGB, 5. Dezember 2007 Nr. 725

Rückfragen & Kontakt:

GPA-DJP
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
http://www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0008