Durchschnittlich 2,95 Prozent für Beschäftigte in Milchwirtschaft

Kollektivverträge nach fünf Verhandlungsrunden abgeschlossen

Wien (GPA-DJP/GMTN/ÖGB) - Die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) konnten nach insgesamt fünf Verhandlungsrunden und einer österreichweiten BetriebsrätInnenkonferenz die Verhandlungen über Lohn- und Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten der Milchindustrie, der genossenschaftlichen und gewerblichen Molkereien abschließen.++++

Die Verhandlungen waren heuer hart und zäh, fünf Verhandlungsrunden sind für diese Branche äußerst unüblich. Am 28. November haben die Gewerkschaften eine österreichweite Betriebsrätekonferenz organisiert, um alle BetriebsrätInnen umfassend zu informieren und um die Arbeitgeber von der Ernsthaftigkeit der gewerkschaftlichen Forderungen und der Einigkeit der BetriebsrätInnen zu überzeugen. Die bei dieser Konferenz verabschiedete Resolution dürfte letztendlich zum Einlenken der Arbeitgebervertreter geführt haben.

Am 4. Dezember 2007 wurden die Kollektivverträge für die Milchwirtschaft schlussendlich abgeschlossen. Gewerkschaften und Arbeitgeber einigten sich auf Folgendes:
- die unteren Gehalts/Lohngruppen werden um 3 Prozent erhöht
- der Prozentsatz reduziert sich mit steigenden Bezügen auf bis zu 2,7 Prozent
. für die ArbeiterInnen ergibt das durchschnittliche Lohnerhöhungen um 2,925 Prozent
- für die Angestellten ergibt das durchschnittliche Gehaltserhöhungen um 2,9 Prozent
- weitere geldwerte Leistungen wurden ebenfalls um 2,9 Prozent erhöht.

Gewerkschaften sichern "Teil vom Kuchen"

Die Milchindustrie steht im Spannungsfeld zwischen den internationalen Märkten und den Milchpreisen für die Bauern. In dieser Konstellation sorgten die Gewerkschaften dafür, dass es auch für die Beschäftigten einen gerechten Anteil am "Kuchen" gibt.

"Auf Grund der steigenden finanziellen Belastungen der ArbeiterInnen wird es immer wichtiger, dass die Gewerkschaften mit ihrer Lohnpolitik für nachhaltige Einkommenserhöhungen sorgen", sagt Franz Galler, zuständiger Sekretär der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung. "Mit diesem Abschluss ist es gelungen, einen gerechtfertigten Abschluss zu erreichen. " Für Paul Prusa, Wirtschaftsbereichssekretär der GPA-DJP ist es ein Abschluss, "bei dem beide Seiten über den eigenen Schatten gesprungen sind und unter den gegebenen Umständen zu einer vernünftigen Lösung gefunden haben."

ÖGB, 5. Dezember 2007 Nr. 724

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