ÖH: Stipendien-Ausweitung setzt viele Forderungen der ÖH um

Erhöhung der Höchststipendien und Ausweitung der Anspruchsdauer nicht ausreichend umgesetzt

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft freut sich über die Anhebung der Einkommensgrenzen, sieht allerdings noch viel Verbesserungspotential. "Es ist erfreulich, dass die Einkommensgrenzen angehoben wurden. Allerdings sind die Höchststipendien dabei leider auf der Strecke geblieben, da von der Ausweitung hauptsächlich EmpfängerInnen mittlerer Stipendien profitieren. Studierende, die Höchststudienbeihilfe bekommen sind jene, die überhaupt keine Unterstützung von den Eltern bekommen. Aus diesem Grund sollte das Höchststipendium zumindest auf das Existenzminimum angehoben werden", erklärt Lisa Schinder vom ÖH-Vorsitzteam.

"Es ist wichtig, dass es zu Verbesserungen für Studierende mit Kind(ern), behinderte Studierende und berufstätige Studierende gekommen ist und dass der Umstieg von Bachelor auf Master erleichtert wurde. Bei allen Verbesserungen muss aber darauf hingewiesen werden, dass eine generelle Ausweitung der Anspruchsdauer längst überfällig wäre. Es ist daher sehr bedauerlich, dass diese nicht umgesetzt wurde, vor allem angesichts der schlechten Studienbedingungen", zeigt sich Verena Czaby (ÖH-Vorsitzteam) enttäuscht.

Hartwig Brandl vom ÖH-Vorsitzteam freut sich über die Erleichterungen für Studierende, die durch die Novelle des Studienförderungsgesetzes umgesetzt werden, ortet aber auch eine fehlgeleitete Prioritätensetzung: "Wir begrüßen jede Verbesserung für Studierende, allerdings muss wieder darauf hingewiesen werden, dass das Stipendiensystem vor allem den Sinn haben sollte sozial schwächere Studierende abzusichern. Aus diesem Grund hat die Ausweitung der Leistungsstipendien unserer Meinung nach einen zu hohen Stellenwert erhalten. Dieses Geld fehlt bei der Unterstützung sozial schwächerer Studierender an allen Ecken und Enden."

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