Staatssekretärin Silhavy eröffnete Workshop zur Entbürokratisierung der EU-Regionalförderungen

Wien (OTS) - Die für Regionalpolitik zuständige Staatssekretärin Heidrun Silhavy eröffnete ein Seminar zum Thema "Finanzkontrolle in den EU-Regionalprogrammen". Eingeladen waren rund 20 ExpertInnen vom Europäischen Parlament, Europäischen Rechnungshof, der Kommission und Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die besondere Expertisen in diesem Bereich haben - wie z.B. Österreich, Frankreich und Großbritannien.
Der Workshop wurde gemeinsam mit dem EP-Abgeordneten Herbert Bösch in seiner Funktion als Vorsitzender des EP-Haushaltsauschusses organisiert.

Der Schwerpunkt des Workshops galt den grenzüberschreitenden Programmen. Das Bürokratieabbauprogramm INTERACT, das vom Bundeskanzleramt für ganz Europa gemanagt wird, wird die erarbeiteten Vorschläge zusammenfassen und dann gemeinsam mit den SeminarteilnehmerInnen in die Europäischen Institutionen tragen.

"Die Entbürokratisierung der Regionalförderungen ist mir ein ganz besonderes Anliegen.Es ist klar, dass bei einem Förderprogramm, das in 27 verschiedenen Sprachen, Verwaltungs- und Gesetzessystemen abgewickelt wird, zwangsläufig Fehler passieren. Diese Fehler als Betrug zu bezeichnen, wie manche PolitikerInnen oder Medien es gerne tun, wäre völlig falsch. Man kann nicht erwarten, dass ein komplexes Projektmanagement in diesem Umfeld ebenso einfach abgerechnet werden kann, wie ein Sack Getreide oder eine Tonne Fleisch," betonte die Staatssekretärin in ihrem Eingangsstatement

Eines der Hauptgesprächsthemen war es daher, dass das Europäische Parlament und der Rechnungshof die grenzübschreitende Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung als hoch innovative - und daher mit einem gewissen Risiko behaftete - Förderung akzeptiert.

"Das ändert nichts daran, dass Projektträger auch in Zukunft sorgfältig arbeiten sollen und müssen und dass effektive Kontrollen zum Tragen kommen. Wir wollen aber verhindern, dass diese Förderungen nicht mehr in Anspruch genommen werden, weil die Kontrolle am Ende teurer kommt, als die eigentliche Förderung," sagte Staatssekretärin Silhavy.

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Cornelia Zoppoth
Pressesprecherin von Staatssekretärin Silhavy
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