Bures: Bund bietet immer mehr jungen Menschen Ausbildung

Derzeit 1.084 Lehrlinge im Bundesdienst

Wien (OTS) - "Ein ganz zentrales Ziel der Regierung ist die
Senkung der Jugendarbeitslosigkeit. Um die Vorbildfunktion des Bundes weiter zu stärken, haben wir eine Erhöhung der Lehrstellen im Bundesdienst um fünf Prozent für die Jahre 2007 und 2008 beschlossen. Mit einer Steigerung der Lehrstellen um fast 16 Prozent haben wir unser Ziel schon jetzt übererfüllt", so Beamtenministerin Doris Bures, die dem Ministerrat heute einen Bericht über die Lehrlingsbeschäftigung im Bund vorgelegt hat.

"Wir haben uns vorgenommen, allen jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu geben. Dazu gehört eine gute Ausbildung und eine Beschäftigung, die Freude macht und eine gute Perspektive für die Zukunft bietet", so Bures. Wie der Bericht der Beamtenministerin an den Ministarrat zeigt, beschäftigt der Bund momentan 1.084 Lehrlinge in über 50 verschiedenen Lehrberufen.

"Das Schlimmste, was man einem jungen Menschen antun kann, ist, ihm zu sagen: wir brauchen dich nicht, die Gesellschaft, der Arbeitsmarkt hat keinen Platz für dich", so Bures, die an die österreichischen Betriebe und die Wirtschaft insgesamt appelliert, "in einer gemeinsamen Kraftanstrengung allen jungen Menschen eine faire Chance zu geben." Natürlich sei hier auch der Bund als einer der größten Arbeitgeber des Landes gefordert.

Deshalb hat die Regierung am 2. Mai im Ministerrat auf Initiative von Beamtenministerin Doris Bures eine fünf-prozentige Erhöhung der Lehrstellen im Bund für die Jahre 2007/2008 beschlossen. "Wir haben uns vorgenommen, die 1.000er-Marke zu durchbrechen. Zu den 936 bestehenden Lehrstellen wollten wir 70 neue schaffen. Das haben wir erreicht. Mehr noch: Es wurden sogar 148 neue Lehrstellen. Der Bund ist heute in der glücklichen Lage, 1.084 jungen Menschen eine gute Ausbildung geben zu können", so Bures.

Der Bund bildet auch immer mehr Mädchen in traditionellen Männerdomänen und in technischen Berufsfeldern wie der Informationstechnologie, der Elektroenergietechnik, der Metallbearbeitungstechnik oder auch in der Luftfahrzeugtechnik aus. Insgesamt liegt der Anteil weiblicher Lehrlinge im Bundesbereich derzeit bei rund 60 Prozent.

Ein zentraler Aspekt der Lehrlingsausbildung im Bundesdienst ist die Wirtschaftstauglichkeit der Ausbildung. Der Bund will den Jugendlichen auch für die Zukunft beste Berufsaussichten mitgeben, um am privaten Arbeitsmarkt begehrte Fachkräfte sein zu können. Die Jugendlichen haben während ihrer Lehrzeit die Möglichkeit von Jobrotations auch in die Privatwirtschaft und sie können interne und externe Fortbildungsmaßnahmen besuchen.

Seit kurzem hat der Bund auch sein soziales Engagement im Bereich der Jugendbeschäftigung verstärkt. Ende August wurde im Ministerrat beschlossen, die integrative Berufsausbildung zu forcieren. "Wir werden Jugendlichen mit Behinderungen oder anderen Benachteiligungen, denen keine Lehrstelle vermittelt werden kann, einen Ausbildungsplatz geben. Damit wollen wir als öffentlicher Dienstgeber wieder eine Vorbildfunktion für private Dienstgeber einnehmen", so Bures.

Im Rahmen der integrativen Lehrlingsausbildung können Jugendliche mit Lernschwächen oder Behinderungen den Lehrabschluss innerhalb einer längeren Zeit (vier statt drei Jahre) machen oder eine Teilprüfung für eine bestimmte Ausbildung ablegen. Mittlerweile haben das Bundeskanzleramt, das Sozialministerium und das Justizministerium je einen Jugendlichen im Rahmen der integrativen Berufsausbildung aufgenommen.

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