Einkommensabhängiges Wochengeld verringert Abhängigkeit vom Partnereinkommen

ÖGB-Frauen: Sozialrechtliche Gleichstellung der Freien DienstnehmerInnen entlastet vor allem Frauen

Wien (ÖGB) - "Mit der sozialrechtlichen Gleichstellung der Freien DienstnehmerInnen wird eine Forderung der ÖGB-Frauen endlich realisiert, von der vor allem Frauen profitieren", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits. 40.000 der insgesamt 65.000 Freien DienstnehmerInnen sind Frauen. Csörgits begrüßt vor allem die Einführung des einkommensabhängigen Wochengeldes: "Das ist ein wesentlicher Fortschritt, der die Abhängigkeit der Betroffenen vom Partnereinkommen verringert."++++

Ein Meilenstein für die Gleichstellung sei, dass die "Freien" ab 1. Jänner 2008 auch Anspruch auf Krankengeld haben werden. "Bisher waren sie faktisch gezwungen, schwerkrank weiterzuarbeiten, das ist jetzt Vergangenheit", betont Csoergits. Derzeit übernimmt die Krankenkasse nur die Behandlungskosten, künftig zahlt sie ab dem vierten Krankenstandstag auch Krankengeld aus.

"Für Freie DienstnehmerInnen werden endlich einige der Forderungen realisiert, für die wir schon seit Jahren kämpfen", so Csörgits:
"Jetzt gilt es, auch Lösungen für andere atypische Beschäftigte zu finden, vor allem für die WerkvertragsnehmerInnen." Für die gibt es weiterhin kaum soziale Absicherung.(fk)

ÖGB, 5. Dezember 2007 Nr. 722

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