Morak: Der neue Kurs der ORF-Führung - schlechtes Programm, weniger Seher, höhere Gebühren

Wien (ÖVP-PK) - Der ORF nutzt den heutigen Krampustag für eine schlimme Ankündigung: die Gebühren sollen erhöht werden. Weniger Seher, dafür höhere Gebühren - das ist offensichtlich der neue Kurs der ORF-Führung, kritisierte heute, Mittwoch, ÖVP-Mediensprecher Abg. Franz Morak, in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung des ORF. ****

"Dieser einzigartige Vorgang wird begleitet von einem ORF 1, der den öffentlich-rechtlichen Auftrag weiter hinter sich gelassen und einer fast zur Gänze zurück genommenen Programmreform auf ORF 2, für die die treuen Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler nun zur Kasse gebeten werden - nach dem Motto: Wir machen die Fehler und Ihr zahlt sie uns", so Morak. "Zehn Prozent mehr ist nach ihrer Meinung durchaus vertretbar, meinte die zuständige Medienministerin Bures in der heutigen Fragestunde des Nationalrates und plädierte in einem Atemzug für eine ständige Gebührenanpassung, das heißt also, eine Erhöhung in Permanenz!"

Morak erinnerte in diesem Zusammenhang an das, was Bundeskanzler Gusenbauer vor wenigen Monaten, noch im Sommer dieses Jahres, gesagt hatte, nämlich, dass er keinen Anlass für eine Gebührenerhöhung sehe und es nicht für klug halte, in einer Reformphase eine solche Diskussion führe. Man müsse viel eher schauen, dass das Produkt stimme, so Gusenbauer noch vor Kurzem. Morak: "Wir wissen ja, dass die Halbwertszeit von SPÖ-Ankündigungen und Meinungen immer kürzer wird. Aber das ist inakzeptabel!"

Dazu passe auch, dass der Leiter des SPÖ-Freundeskreises im ORF-Stiftungsrat eine Gebührenerhöhung nicht ausgeschlossen habe, erinnerte Morak. "Vom Sparen ist keine Rede mehr. Wozu auch? Der SPÖ-Stiftungsrat bekennt sich schließlich auch zu einer Gebührenerhöhung."

"Der Gebührenzahler soll offenbar wissen, warum er so heißt: er muss zahlen", so Morak weiter. "Dass damit gerade die treuesten Zuseherinnen und Zuseher, nämlich die Seniorinnen und Senioren, die die Mehrheit des ORF-Publikums stellen, zur Kasse gebeten werden, ist unglaublich. Sie sollen wissen, wo sie sich bedanken müssen: bei der Gusenbauer-SPÖ und Ministerin Bures." Dafür habe Finanzminister Molterer den älteren Menschen nicht eben erst eine über die Inflationsrate hinausgehende Pensionsanpassung zugestanden, die dann zu einem großen Teil beim ORF landet.
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