Drei Prozent mehr Lohn/Gehalt für Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich

Reallohnzuwachs für die 75.000 Beschäftigten in Sozial- und Gesundheitsberufen erreicht

Wien (GPA-DJP/vida/ÖGB) - Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen zum BAGS-Kollektivvertrag (Berufsvereinigung von ArbeitgeberInnen für Gesundheits- und Sozialberufe) für die rund 75.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich konnten in der vierten Runde erfolgreich abgeschlossen werden. Die KV-Löhne/Gehälter werden per 1. Jänner um 3 Prozent erhöht. Die kollektivvertraglichen Zulagen und Zuschläge wurden um drei Prozent erhöht. ++++

Die IST-Löhne und -Gehälter werden per 1. Jänner um 3 Prozent erhöht, die Zulagen und Zuschläge erhöhen sich um 2,7 Prozent. Weiters konnten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erreicht werden. Die Elternkarenzzeiten werden für den Anspruch auf Urlaub, Abfertigung und Kündigungsfristen mit eingerechnet. Eine Verbesserung gibt es für die Anrechnung von Vordienstzeiten. Gleichzeitig konnte eine klare und faire Regelung für den Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitbeschäftigte erreicht werden. Bei den Gehaltseinstufungen konnten neue Berufsgruppen entsprechend dem Sozialbetreuungsberufegesetz verankert werden. Merkliche Verbesserungen gibt es auch für Schlüsselkräfte in Betrieben für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.

Über die rahmenrechtliche Verbesserung freut sich vida-Bundesfachgruppensekretärin Michaela Guglberger besonders: "Wir konnten erreichen, dass es erstmals eine Anrechnung von Elternkarenzzeiten im BAGS-Kollektivvertrag gibt. Diese Anrechnung wirkt sich positiv auf den Anspruch auf Urlaub, Abfertigung alt und Kündigungsfristen aus."

Der Kollektivvertrag wurde in Kooperation von der GPA-DJP -Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier und von der Gewerkschaft vida verhandelt. Der Verhandlungsleiter der ArbeitnehmerInnen Reinhard Bödenauer: "Wir konnten für die Beschäftigten einen Reallohnzuwachs erreichen. Dies ist uns wichtig, da sie für die gesamte Gesellschaft wichtige Aufgaben übernehmen."

Der BAGS-Kollektivvertrag ist nun einer der größte Kollektivverträge der GPA-DJP und der vida. Er gilt für Bereiche wie Behindertenbetreuung, Altenbetreuung, Kinder- und Jugendwohlfahrt, und seit einem Jahr auch für Betriebe mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Im Kollektivvertrag wurden Regelungen für alle Berufe im Gesundheits-, Sozial- und Jugendwohlfahrtsbereich getroffen. Dazu zählen unter anderen Heimhelferinnen, Pflegeeltern, Kindergärtnerinnen, Tagesmütter, Sozialarbeiterinnen, Psychologinnen, diplomierte Krankenpflegerinnen, Fachsozialbetreuerinnen, Flüchtlingsbetreuerinnen, Street Worker, Altenhelferinnen, Pflegehelferinnen und Lern- und Freizeitbetreuerinnen.

ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen einigten sich auch darauf, die Satzung beim Bundeseinigungsamt einzureichen. Mit der Satzung wird der Kollektivvertrag auch auf jene Betriebe des privaten Gesundheits- und Sozialbereiches ausgeweitet, die nicht Mitglied in der Arbeitgebervereinigung sind.

ÖGB, 5. Dezember 2007 Nr. 720

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