Hilfswerk Steiermark Pflegethema 24 Stunden Betreuung

Mag.Gerald Mussnig Pflegesituation - Pflegevolksbegehren

Graz (OTS) - Das Hilfswerk Steiermark begrüßt alle Initiativen, die auf die Situation der Pflege betroffener Menschen und deren Angehörigen aufmerksam machen. Aufgrund eigener Erfahrungen als eine der größten Pflegeorganisationen, welche jährlich 2.500 Menschen in der Steiermark durch qualifizierte MitarbeiterInnen legal betreuen, weiß das Hilfswerk über die bestehende Verunsicherung der Betroffenen.

Da die Frage nach der Legalisierung der Pflege, wie die gesamte Pflegefrage heute kein soziales Randthema der Gesellschaft mehr ist, sondern in das tägliche Leben der Menschen eingreift, bietet das Hilfswerk auf der Basis der neuen legalen Möglichkeiten an.

Auf der Basis des neuen Gewerbes des selbständigen Personenbetreuers wird das Hilfswerk 2008 einerseits die Möglichkeit der Legalisierung bestehender 24 Stunden Betreuungen wie auch alternative Pflege- und Betreuungsangebote, wie Nacht-, Wochenendbetreuungen oder auch Halbtagesbetreuungen anbieten.

Diese Angebote hält das Hilfswerk für wichtig, da die derzeitige Diskussion über die 24 Stunden Betreuung, von der derzeit geschätzte nur 5% aller Pflegebedürftigen betreut werden, die vielfältigen Anforderungen in Zusammenhang mit der Pflege überdeckt.

Das langfristige Ziel aus Sicht des Hilfswerkes muss es sein, den Betroffenen qualifizierte, vielfältige und leistbare Pflegeangebote anzubieten, bei welchen wir nicht über Kriminalisierung der Betroffenen sprechen, sondern über die Absicherung eines persönlichen und gesellschaftlichen Pflegerisikos.

So wie die Gesundheitsversorgung eine gesicherte Finanzierung und legale Basis gefunden hat, so muss es auch selbstverständlich sein, dass Menschen sich im Falle der Pflege aus Kostengründen nicht in die Illegalität begeben müssen und sich Politiker gezwungen sehen, zu versichern, dass es zu keiner Kontrolle der Einhaltung von Gesetzen kommen wird.

Das Hilfswerk wird sich, wie schon jetzt durch die Hauskrankenpflege, für leistbare und differenzierte Pflegeangebote einsetzen und diese auch den Betroffenen anbieten, denn die Lösung der Pflegefrage braucht die Ehrlichkeit gegenüber den Bedürfnissen und gegenüber den Finanzierungsnotwendigkeiten; die Pflegeproblematik braucht den Mut, sie als neue gesellschaftliche Herausforderung anzuerkennen.

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Viktoria Rechling
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