PISA-Studie durchgefallen!

Der MKV stellt die Bedeutung der PISA-Studie in Frage

Wien (OTS) - Kaum eine Studie verursacht in den Medien ein ähnlich großes Echo, wie es die PISA-Schulleistungsstudie der OECD schafft. Wir haben uns daher die Frage gestellt, ob diese Studie wirklich auch das Maß aller Dinge zur Bewertung von Schulsystemen ist. "Betrachtet man die Studie selbst, deren Durchführung, die Fragestellungen und auch die sozialen und kulturellen Unterschiede in den bewerteten Ländern, bemerkt man sehr schnell, dass es zu Recht große Kritik daran gibt", so Bundesobmann DI Peter J. Zehetner.

Gerade in den Reihen der Wissenschafter und auch der Statistiker gibt es mittlerweile viele Kritiker, welche die Probleme dieser Studie aufwerfen. "Wir mussten feststellen, dass diese Studie aufgrund der großen Anzahl an Kritikpunkten keinesfalls so ernst genommen werden darf, wie es derzeit getan wird. Anstelle sich mit dem wissenschaftlichen Hintergrund und auch dem Kontext zu beschäftigen, wird stets nur über das Ranking einzelner Länder gesprochen. Wir sind der Auffassung, dass aufgrund der eklatanten Mängel keinesfalls eine Aussage durch diese Studie über ein Bildungssystem gemacht werden kann und deshalb auch für uns kein Maß für Bildung sein darf", argumentiert Zehetner.

Der Grundgedanke einer solchen Leistungsbewertung -unterschiedliche Schulsysteme und didaktische Ansätze auf ihre Stärken und Schwächen einem internationalen Vergleich zu unterziehen - wird von uns grundsätzlich begrüßt. "Mit der PISA-Studie wird aber eindeutig das falsche Instrument dafür eingesetzt. Daher sollte man nicht an Hand einer derart unwissenschaftlichen und politischen Studie ständig das heimische Schulsystem und den Bildungsstandard in Österreich schlecht reden", so Zehetner weiter.

"Unserer Meinung nach erhalten die Schüler in Österreich - gerade in Anbetracht der oft schwierigen Umstände, wie z.B.: ein sehr hoher Ausländeranteil an vielen Schulen - eine gute Ausbildung. Dieses Ausbildungsniveau kann und muss natürlich noch weiter verbessert werden. Das Maß dafür muss aber ein anderes als die PISA-Studie sein", fordert Bundesobmann Zehetner abschließend.

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