Fragestunde (1) - Bures: Mit Mentoring-Programm Frauen fördern, die es am Arbeitsmarkt schwer haben

Konkrete Maßnahmen: Kindergarten-Offensive, Kindergeld-Flexibilisierung, mehr Chancengleichheit für Frauen

Wien (SK) - Mit dem Projekt "Frauen fördern Frauen" gelte es, "Frauen zu unterstützen, die es schwer am Arbeitsmarkt haben", so Frauenministerin Doris Bures am Mittwoch im Rahmen einer Fragestunde im Parlament. So würden Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg und bei der Berufsorientierung unterstützt, aber auch Frauen mit Migrationshintergrund würden speziell gefördert. Auch hinsichtlich der Chancengleichheit für Frauen habe die SPÖ-geführte Regierung bereits wesentliche Maßnahmen gesetzt, so Bures etwa mit Verweis auf den Mindestlohn und auf die Überstundenzuschläge bei der Teilzeit. Zur Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gebe es eine massive Kindergarten-Offensive, eine Reform des Kindergelds mit drei flexibilisierten Varianten sowie die Mehrkindstaffel-Erhöhung, so Bures zu wichtigen Maßnahmen der Regierung Gusenbauer. ****

Die Einführung des 1.000-Euro-Mindestlohns sei besonders für jene Branchen wichtig, in denen ein Großteil der Frauen arbeitet - hier gebe es jetzt endlich "mehr Fairness und Einkommensgerechtigkeit". Um mehr junge Frauen für technische Berufe zu interessieren, gebe es weiters eine spezifische Qualitätsförderung, die Frauen in ihrem Wunsch nach Ergreifung technischer Berufe unterstütze, erläuterte Bures. Von zentraler Bedeutung sei aber auch jene Maßnahme, die darauf abzielt, Unternehmen mit mehr Wirtschaftsförderung zu bedenken, die beispielsweise Frauen unterstützen oder Programme zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben. Dies sei umso bedeutender, da es sich Österreich nicht leisten könne, auf das Potential der qualifizierten und leistungsbereiten Frauen zu verzichten, ergänzte die Frauenministerin in der Fragestunde.

Befragt zum Mentoring-Programm im Bundesdienst vermerkte Bures, dass der Bundesdienst "große Vorbildwirkung für die Privatwirtschaft" habe. Daher würde hier auch das Programm "Frauen fördern Frauen" als "fixer Bestandteil des Personalmanagements" verankert und ressortübergreifend im Sinne eines Cross-Mentorings durchgeführt. Im Bundesdienst gelte es weiters, "die gläserne Decke zu durchstoßen", so Bures mit Verweis darauf, dass sie eine Änderung des Ausschreibungsgesetzes durchgeführt habe. Es gebe etwa durch die Internet-Veröffentlichung der erforderlichen Kriterien und Kompetenzen sowie deren Gewichtung nunmehr mehr Transparenz. Zudem sei jetzt auch die "Bewertungskommission paritätisch" besetzt, unterstrich die Frauenministerin. (Forts.) mb

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