Buchinger: Freiwilliges Engagement fördert die solidarische Qualität unseres Landes

5. Dezember 2007 - Internationaler Tag der Freiwilligkeit

Wien (BMSK/OTS) - "Wir wollen den 5. Dezember, der von den
Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Freiwilligkeit ausgerufen wurde, zum Anlass nehmen, allen Österreicherinnen und Österreichern zu danken, die sich für die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Mitmenschen und ihrer Umwelt freiwillig und unentgeltlich engagieren", so Sozialminister Dr. Erwin Buchinger. "Nach der von meinem Ressort 2006 bei Statistik Austria beauftragten Erhebung über 'Volumen und Struktur der Freiwilligenarbeit in Österreich' spenden immerhin rund 3 Millionen Menschen oder 44% der über 15-Jährigen in unserem Land wöchentlich rund 18 Millionen Arbeitsstunden für ihre Mitmenschen", so der Minister weiter. Grundsätzlich kann von einem hohen Grad an freiwilligem Engagement in Österreich ausgegangen werden, allerdings erfordern der familiäre und demografische Strukturwandel sowie die Individualisierungs- und Entsolidarisierungstendenzen des Globalisierungszeitalters Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und zu mehr Anreiz für freiwilliges Engagement.

"Gerade das 'Freiwillige Soziale Jahr' zeige", führt Buchinger aus, "dass die vielzitierte 'Jugend von heute' nicht nur an sich selbst denkt." Wir haben daher die Sonderrichtlinie, mit der AbsolventInnen des Freiwilligen Sozialen Jahres gefördert werden, für das Jahr 2007/08 verlängert, um sie vor finanziellen Nachteilen, die durch den Entfall der Familienbeihilfe entstehen, zu schützen. Langfristiges Ziel sei aber", so der Minister in Richtung Koalitionspartnerin, Familienministerin Kdolsky, "dass die Zeit des Freiwilligen Sozialen Jahres für eine spätere Berufsausbildung angerechnet wird und aus diesem Grund die Familienbeihilfe gewährt wird. Das Freiwillige Soziale Jahr ist schließlich eine gute Berufsorientierung und ein Wegbereiter in die in Zukunft besonders stark nachgefragten Pflege- und Sozialbetreuungsberufe."

Modernes Freiwilligenmanagement erfordert professionelle Infrastrukturen in der Vermittlung, Vernetzung sowie Aus- und Fortbildung von Freiwilligen. Das Sozialministerium plant daher in Zusammenarbeit mit den Ländern ein regionales Modellprojekt, mit dem Maßnahmen zur professionellen Gewinnung und Begleitung von Menschen, die nach einem freiwilligen Betätigungsfeld suchen, erprobt werden sollen. Nicht nur Jugendliche, sondern besonders auch ältere Menschen sollen damit gewonnen werden, ihre wertvollen Lebens- und Berufserfahrungen nach Ausscheiden aus dem Berufsleben für die Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.
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