Kaske: "Chance nutzen, Arbeitsmarktpaket umsetzen"

Betriebe müssen umdenken und alternsgerechte Arbeitsplätze schaffen

Wien (ÖGB/vida) - Als "erfreulich" bezeichnet vida-Vorsitzender
und ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Monat November. Die gute konjunkturelle Situation und die zunehmende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften sollten genutzt und das Sozialpartnerpaket für mehr Beschäftigung rasch umgesetzt werden. ++++
Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 3,5 Prozent und der Schulungsteilnahmen um 13 Prozent seien positiv, so Kaske. Dennoch würden noch immer 277.388 Menschen (Arbeitslose und SchulungsteilnehmerInnen) eine Arbeit suchen. "Die Regierung muss noch mehr tun und vor allem Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen forcieren, um die Nachfrage nach Fachkräften befriedigen zu können." Problematisch sei, dass vor allem ältere Arbeit Suchende nicht vom Aufschwung profitieren könnten. "Bei der Altersgruppe ab 50 ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen sogar weiter angestiegen", erklärt Kaske. Er fordert in diesem Zusammenhang ein Umdenken der Unternehmen. "Die Alterung der Gesellschaft ist Realität. Kluge Unternehmen wissen das und schaffen alternsgerechte Arbeitsplätze." Auf der Website www.arbeitundalter.at informieren die Sozialpartner gemeinsam über Beispiele aus der Praxis und die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Älterer.
An die Regierung richtet Kaske die Forderung, rasch das Arbeitsmarktpaket der Sozialpartner umzusetzen. Wichtigste Kernstücke des Pakets sind eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche, eine Qualifizierungsoffensive sowie Maßnahmen zur Wiedereingliederung von älteren ArbeitnehmerInnen und WiedereinsteigerInnen.

Zur Kritik des Grünen Arbeitsmarktsprechers Karl Öllinger an der für nächste Woche geplanten Beschlussfassung des Gesetzes über die Datenspeicherung Arbeit Suchender merkt Kaske an: "Die gesetzlichen Formulierungen werden nur an das Datenschutzrecht angepasst. So wie in der Vergangenheit wird sicher auch in Zukunft vom AMS niemand gefragt, ob er bzw. sie schon einmal gestreikt hat." (bn/mf)

Rückfragen & Kontakt:

vida Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
martina.fassler@vida.at
Tel: 0664/614 57 32
www.vida.at

ÖGB, 1. Dezember 2007 Nr. 715

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001