Tschad: Strache: Wessen Interessen vertritt Darabos eigentlich?

Rebellen kündigen Bekämpfung österreichischer Soldaten an - aber für Verteidigungsminister ist Lage "stabil"...

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache forderte Noch-Verteidigungsminister Darabos heute erneut auf, die wahnwitzige Idee der Beteiligung Österreichs an der EU-Tschad-Mission endgültig fallen zu lassen. "Wir haben in diesem Hexenkessel nichts verloren! Und Darabos schickt auch keine Sanitätstruppen, sondern Kampftruppen. Es ist nicht mehr einzusehen, dass er trotzdem der Bevölkerung vorgaukelt, es handle sich um eine Friedensmission."

"Es ist nicht im Geringsten die Intention der FPÖ, ein Horrorszenario zu propagieren. Ganz im Gegenteil sind wir offenbar die einzige politische Kraft in Österreich, die den Bürgern gegenüber nicht abgehoben und ignorant ist und wirklich die Interessen der österreichischen Bevölkerung an erste Stelle reiht. Unsere Soldaten sind ab dem Zeitpunkt, an dem sie den Boden des Tschad betreten, in akuter Lebensgefahr. Vor dem Hintergrund, dass tschadische Rebellen offen androhen, nicht nur mit den Franzosen, von denen sie bombardiert werden, sondern allen anderen Ausländern vor Ort im Kriegszustand zu sein, ist es durch nichts zu rechtfertigen, an den Tschad-Plänen noch fest zu halten", stellt Strache unmissverständlich fest. In diesem Zusammenhang sei umso grotesker, dass der Verteidigungsminister die Lage nach wie vor als "stabil" bezeichne. "Wenn, dann ist die Lage im Tschad stabil lebensgefährlich", so der FPÖ-Chef.

Offensichtlich würden von Minister Darabos im Hinblick auf die Beteiligung Österreichs an der EU-Mission andere, nur nicht österreichische Interessen vertreten, erklärte Strache. "Herr Minister: Österreich kann stolz auf seine Neutralität sein. Wenn Sie unser Heer in den Dienst von Interessen stellen, welche nicht das Geringste mit Österreich zu haben, sollten Sie sich ernsthaft überlegen, den Ministersessel zu räumen!"

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