Arbeitsmarkt: Tumpel verlangt rasche Umsetzung des Beschäftigungspakets

Wien (OTS) - "Hochkonjunktur, die Übergangsfristen für den Arbeitsmarkt und der Fachkräftemangel bieten die Chance für die Ausbildung von Fachkräften in Österreich. Die Regierung muss rasch das Sozialpartnerpaket für mehr Beschäftigung umsetzen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Dass jetzt Monat für Monat mehr Menschen in Beschäftigung kommen, sieht der AK Präsident positiv, aber "wir müssen noch mehr tun". 277.388 Arbeit Suchende (Arbeitslose plus SchulungsteilnehmerInnen) im November sind zwar um 16.172 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahrs, aber noch immer um 52.518 mehr als im November 2000. Tumpel erinnert daran, dass es nicht nur wichtig ist, mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen, sondern dass auch die Qualität der Arbeit eine Rolle spielt: Noch immer müssen viele unfreiwillig Teilzeitjobs mit nur geringer Entlohnung annehmen. Im Jahr 2006 kamen 50 von 100 aus der Arbeitslosigkeit Vermittelte in eine weniger qualifizierte Arbeit verglichen mit der vorangegangenen Tätigkeit oder wurden zu schlechteren Bedingungen vermittelt. Keine Entspannung sieht Tumpel auch auf dem Lehrstellenmarkt: "Für die nächsten drei Jahre brauchen wir bis zu 17.000 zusätzliche Plätze jährlich für die Jungen auf dem Lehrstellenmarkt. Das ist auch unbedingt notwendig, um die Nachfrage nach Facharbeitskräften beheben zu können." Dafür ist nicht nur die ausreichende Anzahl, sondern auch die Qualität der Ausbildung wichtig. Tumpel verlangt daher auch eine Qualifizierungsoffensive, damit auch Jugendliche ohne Lehrabschluss und Erwachsene die Chance zur Aufqualifizierung erhalten.

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