Missethon: Schmied-Experte Schilcher muss Lehrer-Hetze einstellen

Schmied-Experten meilenweit von Problemen des Schulalltags entfernt

Wien, 01. Dezember 2007 (ÖVP-PD) “Schmied-Experte Bernd Schilcher muss die Hetze gegen die Lehrerinnen und Lehrer einstellen“, betont ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon, zu Aussagen von Bernd Schilcher in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Die Presse“. „Die Wortmeldungen von Schilcher sind eine Beleidigung gegenüber einem ganzen Berufsstand. Die Lehrerinnen und Lehrer leisten tagtäglich eine großartige Arbeit.“ Schilcher hat sich als Leiter einer Schul-Experten-Kommission disqualifiziert. „Die sogenannten Bildungs-Experten der Unterrichtsministerin arbeiten meilenweit an den wahren Problemen des Schulalltags vorbei“, so Missethon. ****

„Die jüngsten Studien von PIRLS bis PISA – auch wenn sie in ihrer Methode mehr als fraglich sind – haben die wahren Probleme der österreichischen Schulen aufgezeigt“, konstatiert Missethon. Die Probleme beginnen in der sprachlichen Frühförderung und in der Volksschule. „Hauptursache sind die Sprach- und Leseschwierigkeiten von Migrantenkindern – das hat PIRLS eindeutig gezeigt“, so Missethon. Die größten Schwierigkeiten zeigen sich in Wien. „Die Bundeshauptstadt ist das Hauptproblem bei Bildung und Integration
in Zusammenhang mit Migrantenkindern. Die SPÖ muss endlich erkennen, dass ihre Integrationspolitik gescheitert ist“, betont Missethon. Der Anteil an Migrantenkindern in den Pflichtschulen beträgt in Wien über 50 Prozent, in der Steiermark beispielsweise unter zehn Prozent. „Das Erlernen und Verstehen der Unterrichtssprache ist ein wichtiger Schlüssel für Bildung und Integration“, stellt Missethon fest.

„Es ist gut, dass auch die SPÖ eingesehen hat, dass Sprache ein unabdingbarer Schritt zu Integration ist. Es ist höchst an der Zeit, wenn auch die SPÖ ihre Integrationspolitik ändert“, betont Missethon. Auf Initiative der ÖVP gibt es verpflichtende Sprachtests für Kinder mit Sprachdefiziten und eine Sprachförderung im letzten Kindergartenjahr. „Der PIRLS- und PISA-Test ist eine Bestätigung für die ÖVP-Initiativen und den erarbeiteten Ergebnissen in der Perspektivengruppe – ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr weiter zu fordern und zu fördern sowie einen kostenlosen Kindergarten ab dem vierten Lebensjahr in Wien“, sagt Missethon.

Wie die Vorboten von PISA zeigen, wird das Problem der Sprache, dass in Wien in der Volksschule beginnt in den höheren und mittleren Schulen lediglich fortgeführt. „Es geht also nicht um die Schulorganisation, sondern um den Schulalltag - so auch um die zunehmende Gewalt an den Schulen“, so Missethon und weiter:
„Schmied und ihre Experten leugnen diese Probleme. Sie philosophieren über Dinge die mit den Problemen in unseren Schulen nichts zu tun haben. Es stellt sich die Frage ob das viele Geld, dass in Expertengruppen und Kampagnen – mehrere Millionen Euro – sinnvoller eingesetzt werden kann oder rausgeworfenes Geld ist.“ Bei einer sinnvollen Schuldiskussion soll es nicht um Türschilder an unseren Schulklassen gehen, sondern um eine tiefer greifende Debatte. „Bei der Schuldebatte muss es darum gehen, Werte und Grundordnungen an den Schulen wieder herzustellen – die unterschiedlichen Anforderungen, die Eltern, Lehrerinnen sowie Lehrer und vor allem unserer Kinder an die Schule stellen, zu vereinbaren“, betont Missethon abschießend.

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