Volkshilfe: Rechte statt Mitleid für Menschen mit Behinderungen

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen bekräftigt die Volkshilfe Österreich das Recht auf Arbeit für alle Menschen: "Menschen mit Behinderungen sind gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft und haben ein Recht auf Lebensqualität wie alle anderen auch. Die Basis dafür ist die Teilnahme am Erwerbsleben", so der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger.

Menschen mit Behinderungen sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen ohne Behinderungen. Während die Gesamtarbeitslosenrate von September 2006 bis September 2007 um 6,6 Prozent sank, ist die Arbeitslosenrate von Menschen mit Behinderungen im selben Zeitraum um 3,1 Prozent gestiegen. Aktuell sind 28.759 Menschen mit Behinderungen arbeitslos gemeldet.

Die Volkshilfe Österreich begrüßt deshalb die "Aktion 500" des Sozialministeriums durch die 500 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden sollen. Im Zeitraum von 1. November 2007 bis 31. Juli 2008 erhalten Unternehmen für die Dauer von einem halben Jahr monatlich 600 EUR, wenn sie einen Arbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stellen. "Allerdings sollte gewährleistet sein, dass diese Menschen auch über den Förderzeitraum hinaus beschäftigt werden", merkt Fenninger an.

Notwendig sind außerdem Beschäftigungsmaßnahmen wie Sozialökonomische Betriebe, die Menschen mit Benachteiligung einen Einstieg in den Ersten Arbeitsmarkt erleichtern sowie Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen. "Behinderte Menschen brauchen kein Mitleid, sondern es müssen die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben ohne Diskriminierung geschaffen werden", betont Erich Fenninger.

Die Volkshilfe Österreich zählt zu den Gründern von wienwork, das Unternehmen beschäftigt derzeit 350 MitarbeiterInnen und Auszubildende. Über 75 Prozent dieser MitarbeiterInnen und Auszubildenden sind körper-, sinnes- oder lernbehindert oder waren langzeitarbeitslos. Die Aufgabe von Wien Work ist es einerseits, nach dem Behinderteneinstellungsgesetz als "Geschützte Werkstätte" Arbeitsplätze zu schaffen, andererseits nach dem Wiener Behindertengesetz lernbehinderte Jugendliche in verschiedenen Berufen auszubilden. Weiters ist Wien Work Träger Sozialökonomischer Betriebe für Langzeitbeschäftigungslose.

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