"profil": Wien ändert nach "profil"-Bericht Krankenanstaltengesetz

Bei schweren Erkrankungen muss der Patient nun nachweislich darüber informiert werden

Wien (OTS) - Nach dem Bericht des Nachrichtenmagazins "profil"
über einen todkranken Krebspatienten, der monatelang nicht über sein Leiden informiert worden war und dadurch jeder Heilungschance beraubt wurde, wird nun das Krankenanstaltengesetz novelliert, wie "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet. Konkret soll auf Betreiben der Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) folgender Passus eingefügt werden: "Weisen nachgereichte Befunde auf bösartige oder sonstige schwere Erkrankungen hin, ist die Patientin oder der Patient nachweislich hievon in Kenntnis zu setzen und zu einer Befundbesprechung einzuladen. Die nachweisliche Verständigung der Patientin oder des Patienten sowie das Ergebnis einer allfälligen Befundbesprechung ist in der Krankengeschichte zu dokumentieren." Die Wiener Regelung solle sowohl für stationäre als auch für tagesklinische und ambulante Patienten gelten, heißt es aus dem Büro Wehselys. Bereits im April 2008 soll das neue Gesetz in Kraft treten.

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