Neues Volksblatt: "Ethik" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 1. Dezember 2007

Linz (OTS) - Ethik, weiß der Duden, sei die Gesamtheit der sittlichen und moralischen Grundsätze einer Gesellschaft. Darüber Bescheid zu wissen, kann wirklich nicht schaden. Schon gar, wenn es um die immer bedeutender werdende Frage der Integration in die europäische Kultur- und Wertewelt geht. Wenn die Schule Verständnis für ethisches Denken und Handeln wecken und vermitteln kann, ist für eine Gesellschaft viel getan. Ethisches Wirtschaften beispielsweise ist schon mehr als ein Schlagwort geworden. Dass exorbitante Unternehmensgewinne auf Kosten billiger Arbeitskräfte und/oder der Umwelt oder Managergagen in schwindelerregenden Höhe als obszön empfunden werden, belegt die Existenz ethischen Denkens.
Gewisser ethischer Standards sollte sich auch die Politik bedienen. Wer das gegenseitige Schlechtmachen zur Maxime erhebt, darf sich nicht wundern, wenn er nicht mehr ernst genommen wird. Die ständige Eskalation des Streits verdeckt nicht nur die positiven Ergebnisse politischer Arbeit, sie nährt auch den Überdruss an der Politik. Der Advent als angeblich stillste Zeit des Jahres wäre eine gute Gelegenheit, im Sinn politischer Ethik den Krach einmal sein zu lassen.

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