Prammer tritt für mehr Engagement im Kampf gegen AIDS ein

Veranstaltung im Parlament anlässlich des Welt-Aids-Tages

Wien (SK) - "Ich bin überzeugt, dass wir mehr im Kampf gegen HIV/AIDS erreichen können. Gemeinsam haben wir eine Chance auf Realisierung vieler Projekte", sprach Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Freitag bei der Veranstaltung "Parlament positiv" anlässlich des Welt-Aids-Tages. Sie möchte das Engagement des Parlaments im Kampf gegen AIDS "nicht auf den Welt-Aids-Tag, den 1. Dezember, beschränken, sondern permanent Informationen und Aufklärung - besonders für die Jugend - zur Verfügung stellen". Wichtig ist der Nationalratspräsidentin, dass "AIDS nicht nur eine Frage der Gesundheit oder der Entwicklungshilfe ist, sondern vielmehr ein kohärentes Thema". Prammer nannte es eine Pflicht, "die Verantwortung im Kampf gegen AIDS gemeinsam zu tragen". ****

Prammer kritisierte, dass "sich viele noch nicht für AIDS verantwortlich fühlen". Vielfach werde auch immer noch geglaubt, dass AIDS vorwiegend ein Problem des Südens oder von Drogenabhängigen und Homosexuellen sei, so die Nationalratspräsidentin. Sie wird daher hinkünftig verstärkt für nachhaltige und kohärente Politik zu AIDS im Nationalrat eintreten, was auch im Sinne der Millennium Goals der UN sei.

Petra Bayr, entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, findet es beschämend, dass "der medizinische Fortschritt nur den Reichen zu Gute kommt" - und spielte damit auf die Problematik rund um Patente von Anti-AIDS-Medikamenten und damit verbundenen hohen Preisen für die Arzneimittel an. Ohne effektiven Kampf gegen AIDS, würden auch viele Errungenschaften in der Entwicklungszusammenarbeit konterkariert, zeigte sie auf.

Bayr bedankte sich bei Barbara Prammer "für die Möglichkeiten, die die Nationalratspräsidentin dem Anliegen der AIDS-Bekämpfung im Parlament zur Verfügung stellt". In Veranstaltungen wie "Parlament positiv" sieht Bayr ein Statement gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung. (Schluss) re

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