Sozialkapital in Vorarlberg auf hohem Niveau

LTP Halder: "Bereitschaft der Jugend sich einzubringen ist besonders erfreulich"

Bregenz (VLK) - "Die menschliche Wärme einer Gesellschaft hängt nicht allein von der Höhe des Heizkostenzuschusses ab, sondern vielmehr vom Feuer in uns, das wir für unsere Mitmenschen entfachen." Das sagte Landtagpräsident Gebhard Halder heute, Freitag, bei der Eröffnung der Landtagsenquete "Sozialkapital - Das Fundament einer zukunftsfähigen Gesellschaft".

Was stärkt gesellschaftliche Beziehungen und Bindungen, was schwächt sie? Was gilt es zu beachten, damit langfristig das Bedürfnis nach Nähe und Zusammenhalt erfüllt werden kann? Wie können tragfähige Kooperationen für eine lebenswerte Gesellschaft gefördert werden? Das sind einige Fragen, denen die Veranstaltung nachging.

Was Menschen einzubringen bereit sind, das spiegle in Vorarlberg in vielfältiger Weise die Aktion "Ehrenamt: unverzichtbar -unbezahlbar" wider, sagte Halder: "Auch bei der Jugend - das finde ich besonders erfreulich - ist ein hohes Maß an Bereitschaft zu erkennen, sich in der Gemeinschaft zu engagieren."

Während international ein Rückgang des Sozialkapitals zu beobachten ist, setzt Vorarlberg bewusst eigene Initiativen. Die vielfältige Förderung des Landes trägt dazu bei, dass Vereins- und Einzelengagement nicht weniger werden.

Laut Kriemhild Büchel-Kapeller vom Büro für Zukunftsfragen wird die Frage, wie sich die Strukturen in der Gesellschaft entwickeln, nicht in Wien oder Brüssel entschieden. Jeder und jede einzelne habe es in der Hand, die Lebensqualität im eigenen Umfeld aktiv mitzugestalten. "Das Miteinander kann nicht erkauft oder über Förderungen und Gesetze verordnet werden. Es braucht Menschen, die ein Bewusstsein dafür haben und es pflegen. Dieses Bewusstsein wird vor allem von engagierten Menschen und in Vereinen gelebt und weitergegeben", so Büchel-Kapeller.

Der OECD-Beauftragte für Sozialkapitalforschung in Österreich, Ernst Gehmacher ortete einen "sozialen Klimawandel". Sozialkapitalmessungen für Österreich gehen von einer jährlichen Verlustrate an sozialer Bindung von ein bis zwei Prozent aus.

In mehreren Beiträgen wurden Beispiele gezeigt, wie sich verschiedene Einrichtungen, Unternehmen, die öffentliche Hand sowie Bürgerinnen und Bürger für ein effektives Miteinander einsetzen. Martina Wegner stellte das "Corporate Citizenship" der Gemeinde Waldkirch (Baden Württemberg) vor. Die Vorarlberger Initiativen "Miteinand in Langenegg" und "Brückenschlag" präsentierten Gebhard Bechter und Christoph Hinteregger.

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