Von der Dampflok zum Taurus: 170 Jahre Eisenbahn in Österreich

Jubiläumsfeier in Wien anlässlich Jahrestag

Wien (OTS) - Am 23. November 1837 startete der erste Zug vom
Bahnhof Floridsdorf nach Deutsch-Wagram. Das war der Beginn des Bahnzeitalters in Österreich. Was damals eine Dampflok leistete, übernimmt heute die ÖBB-Superlok Taurus. Zu diesem Anlass findet heute in Wien auf Einladung der ÖBB ein Galaabend mit hohen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur und internationalen Partnern der ÖBB von Frankreich bis Russland statt.****

Auf Schienen in eine neue Zeit

Die Bahn steht seit über eineinhalb Jahrhunderten als Symbol für wirtschaftlichen Aufschwung und Fortschritt, für Wachstum und Mobilität. 1837 - also vor genau 170 Jahren - begann die Erfolgsgeschichte der Eisenbahn.

Die Bauarbeiten für die erste Teilstrecke von Wien nach Krakau begannen am 7. April 1837. Bauträger war die damalige Eisenbahngesellschaft Kaiser Ferdinands-Nordbahn (KFNB), die einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau des heute noch bestehenden Streckennetzes im Norden Wiens sowie im Weinviertel leistete. 40.000 Arbeiter wurden dabei beschäftigt, was eine bedeutende wirtschaftliche Komponente dieses Infrastrukturprojektes darstellte. Nur wenige Monate später begannen die ersten Probefahrten im 13km langen Abschnitt zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram. Am 23. November 1837 fanden sich geladene Gäste ein, um den Aufbruch in eine neue Zeit gemeinsam mitzuerleben. Heute erinnert eine Tafel am Bahnhof Floridsdorf an dieses historische Ereignis.

Der Streckenausbau schritt zügig voran und erreichte wenig später den Wiener Nordbahnhof. Im Jänner 1838 verließ schließlich der erste planmäßige Personenzug, vollbesetzt mit 218 Fahrgästen, das Stationsgebäude. Der Ausbau bis Brünn wurde 1839 fertig gestellt, Krakau wurde schließlich am 1. August 1856 erreicht.

Die damals eingesetzten Dampflokomotiven "Austria" und "Moravia" stammten noch aus englischen Lok-Fabriken. Die Loks wurden über den Seeweg nach Triest gebracht und dann mit Pferdefuhrwerken über den Semmering nach Floridsdorf gebracht. Heute sieht das anders aus: Die Endfertigung der europäischen Hochleistungs-Lok Taurus geschieht in Österreich, im Werk der ÖBB-Technischen Services in Linz. Die Dampfloks von damals brachten es gerade auf 33 km/h. Heute schafft der Taurus mit seinen 10.000 PS mühelos Tempo 230. Bei der Herstellung von Einzelteilen und bei der Endmontage der Lok werden heute hunderte Spezialisten beschäftigt.

Von 13 km auf 6.000 km gewachsen

Die Taurus-Lokomotive ist nur eine von rund 1.800 Lokomotiven und Triebwagen, die heute in Österreich zum Einsatz kommen. Die österreichischen Bahngesellschaften - allen voran die ÖBB als mit Abstand größtes Unternehmen - können auf knapp 22.000 Waggons zurückgreifen (davon 18.000 Güterwaggons, 3.900 Personenwaggons), das Streckennetz umfasst heute rund 6.000 km, 20.000 Weichen, 55.000 Signale und rund 1.500 Bahnhöfe und Haltestellen.

Damals wie heute waren Menschen von der Bahn fasziniert - steht doch die Bahn seit jeher für Mobilität, Dynamik und neue Technologien.

Wichtig für Österreich

Mit knapp 200 Mio. Fahrgästen und 93 Mio. Tonnen Güter pro Jahr auf der Schiene allein im Bereich der ÖBB ist eine große Bedeutung der Bahn für Österreich verbunden - für die Bevölkerung einerseits, für Unternehmen und den Wirtschaftsstandort andererseits.

Jährlich investieren die ÖBB über 1,6 Mrd. EUR in den Ausbau der Schienen-Infrastruktur und treiben die Entwicklung der Eisenbahn in Österreich dadurch entscheidend voran. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen sind die ÖBB zudem einer der größten Arbeitgeber Österreichs und bilden rund 1.660 Lehrlinge in 15 verschiedenen Lehrberufen aus. Insbesondere stehen die ÖBB aber auch für Nachhaltigkeit, die gerade in Umwelt- und Klimafragen in den nächsten Jahren noch wesentlich wichtiger werden wird.

Dieser Bedeutung der Eisenbahn für Österreich entsprechend werden heute im Rahmen der Jubiläumsgala Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer, Infrastrukturminister Werner Faymann und ÖBB-Generaldirektor Martin Huber die Festreden gestalten.

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