Bayr fordert globalen Kraftakt im Kampf gegen Klimawandel

Bevölkerung muss noch viel stärker eingebunden werden

Wien (SK) - "Es ist höchste Zeit, zu handeln", erklärte SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr im Rahmen der Veranstaltung "Energie und Klima - Strategie 2020" zu den Auswirkungen des Klimawandels. Bayr wies darauf hin, dass der Weltklimarat vor kurzem in seinem vierten Bericht eindringlich erklärt hat, es sei nur mehr höchstens acht Jahr Zeit, um effektiv gegensteuern zu können. Es bedürfe daher "eines globalen Kraftaktes", um die Folgen der Erderwärmung noch halbwegs in den Griff zu bekommen. ****

Aus Sicht der SPÖ-Umweltsprecherin müsse es Aufgabe der Politik sein, weit über Gesetzgebungsperioden hinaus Maßnahmen zu treffen, um den Klimawandel einzudämmen - "auch wenn es vielleicht unpopuläre Entscheidungen sind". Klimaschutz als globale Herausforderung erfordere auch globales Handeln der Politik. Hier sei auch politischer Druck notwendig, denn sonst "werde es Druck mit den Füßen geben", verwies Bayr auf zu erwartende Migrationswellen durch die Folgen der Erdwärmung. Oft fehle leider aber noch immer der politische Wille, Geld in die Hand zu nehmen und aktive Klimaschutzpolitik zu betreiben.

Bayr machte außerdem deutlich, dass Erfolge nur dann zu verzeichnen sind, wenn parteiübergreifend vorgegangen wird und es ein Zusammenspiel aller Träger gibt. Außerdem sei es unabdingbar, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubinden und ausreichend über die Auswirkungen des Klimawandels zu informieren. Wie sehr es hier noch enorme Informationsdefizite gebe, habe sie vor kurzem bei einer Veranstaltung in Favoriten mitbekommen, schilderte Bayr. Einer der Teilnehmer hat auf die Frage bei einem Umweltquiz, was man gegen den Klimawandel unternehmen könnte, geantwortet: "Die Klimaanlage einschalten." Diese Beispiele zeigen, dass die Politik noch viel mehr mit den Menschen kooperieren muss. "Wenn sie das nicht tut, dann ist das Erreichen der Klimaziele illusorisch", hielt Bayr fest. (Schluss) ps

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