VEÖ: Versorgungssicherheit braucht Investitionen und Energieeffizienz

Klimaschutz ohne Wasserkraft nicht umsetzbar

Wien (OTS) - "Ich kann die Aussagen des Präsidenten des Umweltdachverbandes, Gerhard Heilingbrunner, zur Stromerzeugung beim besten Willen nicht nachvollziehen", betonte Barbara Schmidt, Generalsekretärin des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), in einer Aussendung. Wenn man die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen heranziehe, dann sei eines ganz klar:
"Eine sichere und verlässliche Versorgung mit Strom für Österreich auch in Zukunft ist nur durch die Nutzung aller Erzeugungsformen möglich. Und es ist gerade angesichts der laufenden Klimadiskussion sicher nicht angebracht, wichtige, hierzulande verfügbare und - auch in ökologischer Hinsicht nutzbare - erneuerbare Ressourcen wie etwa die heimische Wasserkraft von vornherein abzulehnen", kritisierte Schmidt.

Marktforschungen belegen, dass für die österreichische Bevölkerung die Versorgung mit heimischem Strom eines der wichtigsten Anliegen darstellt. Und die österreichische E-Wirtschaft steht hierzulande für eine sichere Stromversorgung, die zu über zwei Dritteln aus erneuerbaren Energien generiert wird und bei der auch die additiven erneuerbaren Energieformen, wie insbesondere Wind und Biomasse, eine immer wichtigere Rolle spielen. "Es kann weder das Ziel des Umweltdachverbandes sein, diese im europäischen und internationalen Vergleich hervorragende Position Österreichs zu gefährden, noch die heimische Lebens- und Standortqualität grob infrage zu stellen", argumentierte die VEÖ-Generalsekretärin.

Sichere Stromversorgung braucht Investitionen

Die Steigerung der Nachfrage lag in den letzten sechs Jahren bei durchschnittlich 2,6 Prozent. Und um die heimische Stromversorgung sicherstellen zu können, mussten bereits 2006 rund 7.000 Gigawattstunden an Strom importiert werden. "Die heimischen Erzeugungsanlagen, an deren Effizienz laufend gearbeitet wird, zählen zu den besten in Europa. Dennoch wird sich die Situation, dass hierzulande weniger Strom produziert werden kann, als von den Kunden benötigt wird, weiter verschärfen", so Schmidt. Sie plädiere daher einmal mehr für verbesserte Rahmenbedingungen, die die dringend nötigen Investitionen in die Erzeugung und in die notwendige Netzinfrastruktur erst ermöglichen. "Denn nur so kann auch sichergestellt werden, dass die Kunden mit heimischem Strom versorgt werden, der mit hohen technischen und ökologischen Standards produziert wird", lautete daher die Forderung der Branchensprecherin der Elektrizitätsunternehmen.

Endenergieeffizienz ist wichtiges Thema für E-Wirtschaft

Zugleich betonte Schmidt, dass gerade die österreichische E-Wirtschaft sich traditionell für einen schonenden Umgang mit der wertvollen Ressource Strom einsetze - wobei die großen Möglichkeiten des Energiesparens in den Bereichen Raumwärme und Verkehr nicht aus den Augen verloren werden sollten. Dennoch: "Die heimischen Elektrizitätsunternehmen sind seit Jahrzehnten in der Energieberatung ihrer Kunden sehr aktiv. Und diese Linie werden wir auch in Zukunft fortsetzen und sogar noch weiter ausbauen. Aber nur die konsequente Verfolgung beider Stoßrichtungen, also mehr Investitionen in die heimische Elektrizitätsversorgung und mehr Energieeffizienz, können letztlich eine sichere Versorgung der österreichischen Bürger und der heimischen Wirtschaft auch in Zukunft sicherstellen", so Schmidt.

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