Bundesarbeitskammer (2): Rasch mehr und bessere Lehrstellen schaffen

Antrag zur Jugendausbildung: Bundesregierung soll Maßnahmenpaket der Sozialpartner umsetzen

Linz (OTS) - Die Bundesregierung soll für mehr Lehrstellen in Zukunftsberufen sorgen und ausreichend Plätze in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen schaffen, fordert die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer in Linz in einem Antrag zur Jugendausbildung. Umgesetzt werden soll dazu das Maßnahmenpaket, das die Sozi-alpartner unlängst vorgelegt haben: eine neue Zukunftsförderung für Lehrbetriebe, eine ergänzende Ausbildungsgarantie durch überbetriebliche Ausbildung - und gleiche Bezahlung für alle Jugendlichen in der überbetrieblichen Ausbildung.

Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer fordert rasch die neue Zukunftsförderung für Lehrbetriebe, wie sie die Sozialpartner vorschlagen: Alle Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, sollen eine Basisförderung bekommen, die von der Höhe der jeweiligen Lehrlingsentschädigung abhängt und damit Berufe mit höherem Aufwand für die Ausbildungsbetriebe und besseren zukünftigen Beschäftigungs-und Einkommenschancen für die Jugendlichen stärker fördert. Wer wiederum besonders qualitätsvolle Lehrausbildung anbietet, soll zusätzlich gefördert werden. Gefördert werden sollen zum Beispiel Berufe mit Fachkräftemangel, Ausbildungsverbünde, die Ausbildung von lernschwachen Jugendlichen, und es soll Prämien geben, wenn Lehrlinge die Ausbildung mit gutem oder ausgezeichneten Erfog abschließen.

Ergänzend soll Jugendlichen, die trotzdem keine Lehrstelle im Betrieb bekommen, Ausbildung bis zum Abschluss garantiert werden, so die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer. Umgesetzt werden sollen auch hier die Vorschläge der Sozialpartner. Eingerichtet werden sollen überbetriebliche Ausbildungszentren, so genannte Implacementstiftungen für Jugendliche mit Vorkenntnissen, die den Lehrabschluss nachmachen, und Facharbeiterintensivausbildungen für Jugendliche über 17 Jahren. In allen überbetrieblichen Ausbildungen sollen die Jugendlichen gleich bezahlt werden. Im ersten und im zweiten Lehrjahr sollen sie monatlich mindestens 240 Euro bekommen und im dritten Lehrjahr 555 Euro.

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