Caritas-Präsident fordert österreichweit einheitlichen Heizkostenzuschuss

Küberl: "Gestiegene Energiekosten drohen viele in Armut zu stürzen"

Wien (OTS) - "Die gestiegenen Heizkosten drohen auch jene in Armut zu stürzen, die jetzt noch knapp über der Armutsgrenze liegen", schlägt Caritas-Präsident Franz Küberl Alarm. Dazu kommt: "Aufgrund mangelnder Information, bürokratischer Hindernisse und unterschiedlicher Kriterien und Vergabemodalitäten in den Bundesländern tun sich viele sozial schwache Menschen schwer, einen Zuschuss zu beantragen", weiß Küberl.

Vor diesem Hintergrund plädiert der Caritas-Präsident für einen österreichweit einheitlichen, transparenten Heizkostenzuschuss am "oberen Rand der derzeitigen Bandbreite" für all jene, deren Einkommen an oder unter der Mindestpension (Ausgleichszulagenrichtsatz, derzeit 726 Euro für Alleinstehende, 1.091 Euro für Paare) liegt. Hierbei dürfe keine Rolle spielen, ob die Betreffenden Notstandshilfe, Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe bezögen.

Der Heizkostenzuschuss müsse jährlich an die Entwicklung der Energiekosten angepasst werden, fordert Küberl weiters, denn: "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Heizkosten oft stärker stiegen als die Inflationsrate war". Familien mit kleinen Kindern sollten zudem einen Zuschlag auf den Heizkostenzuschuss bekommen.

Im Vorjahr hat die Caritas in ihren 32 österreichweiten Sozialberatungsstellen insgesamt 42.000 Menschen mit insgesamt 2,3 Millionen Euro unterstützt. Diese Soforthilfen wurden neben Lebensmitteln vor allem auch für Betriebskosten und Heizmaterial verwendet. "Fragten die Menschen, die uns um Hilfe bitten, früher nach Unterstützung bei Zusatzausgaben wie Schulschikursen oder einer kaputten Therme, sind heute bei einem Großteil die laufenden, lebensnotwendigen Ausgaben das Thema. Viele bedürftige Familien in Österreich fürchten sich vor dem Winter", sagt Küberl. Eine große Welle verzweifelter Menschen erwartet er freilich Anfang nächsten Jahres: "Dann, wenn im Frühjahr die Energiekosten-Rechnungen ins Haus flattern, laufen bei der Caritas die Telefone heiß."

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