Uni-Zugang: DARMANN: "Hahn muß "wasserdichtes" Gesamtpaket im Sinne Österreichs schnüren"

"Medizinstudenten aus Deutschland belasten im Vergleich zu anderen EU-Ländern das österreichische System über Gebühr"

Wien (OTS) - Zur bevorstehenden Entscheidung der EU-Kommission,
das Verstoßverfahren gegen Österreich wegen der Quotenregelung für das Medizinstudium an den heimischen Universitäten für fünf Jahre auf Eis zu legen, meinte heute BZÖ-Wissenschaftssprecher Abg. Mag. Gernot Darmann, daß diese Zeit nun von der Bundesregierung wirklich intensiv genutzt werden sollte. "Wissenschaftsminister Hahn soll nun nicht nur von "Zeit nutzen" reden, sondern in diesen fünf Jahren soll der Minister auch aktiv daran arbeiten, um ein "wasserdichtes" Gesamtpaket im Sinne Österreichs in Brüssel schnüren zu können. Immerhin geht es dabei auch um die Gewährleistung der Ärzteversorgung in Österreich. Da gibt es nun kein Fackeln mehr, das ist die letzte Chance für Österreich", meinte Darmann weiter.

Man könne auch nur hoffen, daß diese Entscheidung nicht bloß eine Alibi-Aktion seitens der EU sei, die man Österreich lediglich wegen der Zusage zum EU-Reformvertrag vorerst einmal zugestehe, so Darmann.

Medizinstudenten aus Deutschland würden im Vergleich zu anderen EU-Ländern das österreichische System über Gebühr belasten. "Der Großteil der deutschen Studenten kehren nach ihrem Studium in ihre Heimat zurück. Das österreichische Sozialsystem wird wohl von ihnen ausgenutzt, das erworbene Know how kommt dem österreichischen Steuerzahler aber nicht zugute", erklärte Darmann.

"Die zu sammelnden Daten werden sicher den richtigen und unumgänglichen Weg Österreichs zur Sicherung des österreichischen Gesundheitssystems bestätigen", schloß Darmann.

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