Chirurgie Bludenz nimmt in der Proktologie Vorreiterstellung ein

Österreicher als Kompetenzträger für internationales proktologisches Zentrum

Bludenz/Athen (OTS) - In Athen entsteht derzeit ein
internationales Zentrum für Proktologie, eine Institution, die sich mit Erkrankungen des Enddarms beschäftigt. Die eigens gegründete Greek Foundation arbeitet eng mit internationalen Universitäten und europäischen Gesundheitsministerien zusammen. Im wissenschaftlichen Beirat fungiert auch das Team der Chirurgie Bludenz rund um Primar Matthias Scheyer. Primar Scheyer und sein Ärzteteam erarbeiten gemeinsam mit den griechischen Experten neue Methoden im Bereich der Proktologie.

Schöne Bestätigung der Arbeit der Chirurgie Bludenz: Bei der Gründung des internationalen proktologischen Zentrums fungiert das Team um Primar Scheyer als Kompetenz-Partner speziell für Hämorrhoidalleiden. Das neue proktologische Zentrum in Griechenland soll zukünftig neben den Aufgaben "Forschung und Bildung" vor allem auch eine Kommunikationsplattform sein. Unter der Leitung von Professor Giorgos Grigoriadis, Initiator des Zentrums aus Athen, werden die Kompetenzen auf dem Gebiet der Proktologie gebündelt und gezielt verbreitet. Die Proktologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Enddarms. Die Chirurgie Bludenz leistet einen wesentlichen Beitrag bei der Entwicklung einer neuen, schonenden Methode zur Behandlung von Hämorrhoiden aller Schweregrade. Primar Scheyer und Oberarzt Steffen Arnold tauschen sich bei regelmäßigen Schulungs- und Forschungstreffen mit international anerkannten Spezialisten aus. Sie testen und verbessern neue Techniken für verschiedenste Erkrankungen des Enddarms.

Tabuthema Enddarmerkrankungen

Die Aufklärung der Öffentlichkeit steht bei dieser Plattform sicher im Mittelpunkt. "Es ist für die Chirurgie Bludenz eine ehrenhafte Aufgabe aber auch eine große Bestätigung, als Know-how-Partner bei diesem nachhaltigen Projekt von Anfang an dabei zu sein", freut sich Primar Matthias Scheyer. "Dank neuartiger, schonender Behandlungsmethoden für Enddarmerkrankungen, wie beispielsweise Hämorrhoiden, begeben sich immer mehr Menschen in Behandlung. Doch proktologische Leiden sind in der Öffentlichkeit nach wie vor ein großes Tabuthema. Aufklärung ist daher enorm wichtig. Allein das Hämorrhoidalleiden gehört zu den häufigsten Krankheiten der westlichen zivilisierten Welt: Etwa die Hälfte aller über 50-jährigen Menschen hat Erfahrung mit dem Leiden", unterstreicht der Oberarzt der Chirurgie Bludenz, Steffen Arnold, die Brisanz des Themas. Erst im Februar dieses Jahres veranstaltete die Greek Foundation ein internationales Treffen in Athen, bei dem es auch darum ging, Maßnahmen für eine Enttabuisierung des Themas zu erörtern. Mit dabei waren beispielsweise Vertreter des Brüsseler Gesundheitsministeriums, internationale Medien wie BBC und Reuters strahlten die Tagung im Fernsehen aus, während Vertreter mehrerer EU-Gesundheitsministerien und verschiedene Medizinische Verbände die Veranstaltung live im Internet verfolgten.

Chirurgie Bludenz leistet seit vielen Jahren Pionierarbeit

Auf dem Gebiet der operativen Behandlung von Hämorrhoiden nimmt die Chirurgie Bludenz seit Jahren eine Sonderstellung ein. Die Errungenschaft des Teams um Primar Matthias Scheyer ist die Entwicklung und Etablierung der "Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur" (HAL). Die HAL als minimal-invasives Verfahren brachte vor fünf Jahren die Behandlung von Hämorrhoiden auf ein neues Niveau. Minimal-invasive Chirurgie steht für besonders schonende operative Eingriffe, bei denen Haut und Weichteile nur minimal verletzt werden. War früher die operative Behandlung von Hämorrhoiden schmerzhaft, langwierig und kompliziert, ist die HAL eine grundlegende Neuerung:
"Das Grundinstrument zur HAL hat Dr. Morinaga aus Japan gebaut. Sein Gerät haben wir 2000 nach Europa geholt und schließlich marktreif gemacht, wodurch sich die Chirurgie Bludenz auf dem Gebiet der Proktologie etablierte. Angespornt durch die Erfolge mit dieser schonenden Methode entwickelten wir daraus ein komplettes Operationskonzept, das "Recto-Anal-Repair", kurz RAR. Es ist bei allen Schweregraden von Hämorrhoiden anwendbar. Dieses Operationskonzept wird aktuell in einer unabhängigen Studie internationaler Universitäten geprüft", erklärt Primar Scheyer den Status Quo.

Neue Methode bei Stuhlinkontinenz

Durch die Auseinandersetzung mit Hämorrhoidalleiden befasst sich die Chirurgie Bludenz automatisch auch mit anderen proktologischen Leiden, wie zum Beispiel der Stuhlinkontinenz: Eine Krankheit, die bei Patientinnen und Patienten großes Leid und beträchtliche Einschränkungen verursacht. Als erste Abteilung in Westösterreich setzten die Bludenzer die Methode der sakralen Nervenstimulation (SNS) ein. Ebenfalls ein minimal-invasives Verfahren, bei dem eine Elektrode den Schließmuskel um den After stimuliert und so unkontrollierten Stuhlabgang verhindert. "Diese Methode ist noch sehr neu. In Bludenz haben wir bereits 16 Implantate erfolgreich gesetzt", erklärt Primar Matthias Scheyer. Das erfreuliche für die Patienten:
Das Verfahren, das erst nach erfolgloser konservativer Behandlung in geeigneten Fällen zum Einsatz kommt, wird von der Krankenkasse unterstützt.

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