VP-Walter: Soziale Kälte im Wiener Wohnbau

Mehr Serviceorientierung im Wiener Wohnbau gefordert

Wien (OTS) - Der von der SPÖ Wien jahrzehntelang propagierte soziale Wohnbau in der Bundeshauptstadt befindet sich in der Krise. Desolate bauliche Verhältnisse, soziale Konflikte und Mieter, die von Wiener Wohnen de facto zu Bittstellern degradiert werden, sind an der Tagesordnung.

"Die soziale Kälte hat im Wiener Wohnbau längst Einzug gehalten. Wiener Wohnen ist mit diesen Zuständen offenbar überfordert. Gleichzeitig zeigt die SP-Stadtregierung keinerlei Interesse an Serviceverbesserungen für die Kunden von Wiener Wohnen, die Gemeindebaumieterinnen und -mieter. Die ÖVP Wien hat die Problematik in den vergangenen Monaten immer wieder aufgezeigt und mit Anträgen im Gemeinderat versucht, eine Verbesserung der Situation zu erreichen", sagte der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bezirksparteiobmann der ÖVP Floridsdorf, Abg. z. NR Ferdinand Maier.

Als Beispiel für derartige Anträge nannte Walter unter anderem den Versuch, das Monopol der Wien Energie in Sachen Stromversorgung zu brechen und so den Mieterinnen und Mietern günstigere Stromtarife zu ermöglichen. "Wir haben aber auch das Problem der Mieterbeiräte thematisiert. Die SPÖ ist aber bestenfalls bereit, den Status quo zu erhalten. Sie verschließt damit die Augen vor Besorgnis erregenden Entwicklungen, die ihren vorläufigen Höhepunkt in den Schüssen auf spielende Kinder in einem Favoritener Gemeindebau erreicht haben. Wenn nicht bald etwas passiert, drohen Verhältnisse wie in Paris", warnte Walter.

Die ÖVP Wien fordert daher Maßnahmen, um die aufgezeigten Missstände so rasch wie möglich zu beheben. Diese umfassen konkret:

- die Privatisierung der Hausverwaltung von Wiener Wohnen

- eine transparentere und sensiblere Vergabe von Gemeindewohnungen

- den Verkauf der gemeindeeigenen Reihenhäuser

- eine verstärkte Service- und Kundenorientierung und eine Neuorganisation des Wiener Wohnen-Call Centers

- eine bessere Koordination unter den betroffenen Magistratsdienststellen

"Der Wohnbaustadtrat ist aufgefordert, diese Maßnahmen rasch umzusetzen, um das Leben für die Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeindebauten wieder attraktiver zu machen. Sonst muss sich die SPÖ den Vorwurf gefallen lassen, dass sie aus dem einst sozialen Wohnbau längst einen unsozialen Wohnbau gemacht hat."

Walter und Maier präsentierten auch eine Wanderausstellung, bei der Fotos von Gemeindebauten mit groben Mängeln zu sehen sind! Diese Ausstellung ist verbunden mit einem Gewinnspiel, bei dem als Hauptpreis ein Wochenende für zwei Personen in der Therme Laa an der Thaya winkt.

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