Kickl: Abschreckungsvideo kann Grenzschutz nicht ersetzen!

FPÖ zweifelt, ob es EU mit Teilnahme an Schweizer Anti-Zuwanderungs-Videos ernst meint

Wien (OTS) - Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube, meint FPÖ-Generalsekretär NAbg Herbert Kickl zu Medienberichten, denen zufolge sich die EU an einer Videobotschaft der Schweiz beteilige, die afrikanische Flüchtlinge von der Einreise in den "goldenen Norden" abhalten soll. "In knapp zwei Minuten illustriert das von der Schweizer Regierung finanzierte Video, dass die Schweiz keinesfalls ein Land sei, in dem für alle Milch und Honig flössen", berichtet der FPÖ-Generalsekretär. "So gut die Idee der Schweizer ist, ob die EU, die sich bislang als Schlaraffenland für die Mittellosen und Unqualifizierten der Welt in Szene setzte, an einer ernsthaften Imagekorrektur interessiert ist, scheint zweifelhaft."

Gesendet würde das Video zur besten Sendezeit im nigerianischen und kamerunischen Fernsehen, so Kickl. Selbst in der Halbzeitpause des Fußball-Länderspiels Schweiz gegen Nigeria sei in unmissverständlichen Bildern die Botschaft im staatlichen nigerianischen Fernsehen verkündet worden: Europa ist nicht das suggerierte Paradies. Bleibt zuhause!

"Mir ist nicht bekannt, dass anlässlich des Länderspiels Österreich gegen die Elfenbeinküste eine ähnliche Einschaltung im Fernsehen des afrikanischen Landes vorgenommen wurde", stellt Kickl fest. "Und wenn die EU sich angeblich an einem ähnlichen Schweizer Projekt in Nigeria beteiligt, so stellt sich schon die Frage, ob Brüssel hier den Versuch unternimmt, realen durch virtuellen Grenzschutz zu ersetzen. Wir dürfen nicht vergessen", so der FPÖ-Generalsekretär abschließend, "dass der EU-Grenzschutzagentur Frontex lange nicht die Mittel zur Verfügung stehen, die für effizienten Grenzschutz aufzubringen wären."

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