Lichtenecker: BM Pröll verleugnet dramatische Lage bei CO2-Emissionen

Österreich ist Klimaschutzschlusslicht innerhalb der EU

Wien (OTS) - "Während Umweltminister Pröll noch immer mit der Leugnung der CO2-Zahlen von Klimaforscher Schleicher beschäftigt ist, bestätigt nun ein EU-Bericht die Schlusslichtrolle Österreichs bei den CO2-Emissionen. Nur Spanien ist weiter von seinem Kyoto-Ziel entfernt", verweist Rupert Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen, auf einen Bericht der EU-Kommission über die Fortschritte der Ziele von Kyoto.

Der Bericht geht davon aus, dass das Gesamteuropäische Ziel der EU, eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 8% bezogen auf das Basisjahr 1990 erreicht werden könnte.
"Allerdings wird das Österreich sehr teuer kommen, da keine aktive österreichische Klimaschutzpolitik betrieben wird und BM Pröll bereits jetzt auf den Zukauf von Emissionszertifikaten angewiesen ist, um sich vom österreichischen Kyoto-Ziel nicht noch weiter zu entfernen," beschreibt Lichtenecker die aktuelle Situation. 2007 wurden von der Regierung bereits 46 Millionen für den Zukauf von Zertifikaten aufgewandt. "Geld, dass sinnvoller in Österreich eingesetzt worden wäre, um Erneuerbare Energien zu fördern und damit Österreich Exportchancen zu eröffnen", so Lichtenecker.

"Ohne diesen Zukauf, der keine österreichische Wertschöpfung bedeutet, hätten wir 2005 bereits 28% mehr Treibhausgase emittiert als 1990," betont Lichtenecker.
"BM Pröll hat jetzt die Chance sich als Umweltminister einzusetzen, dem der Klimaschutz am Herzen liegt, sei es beim Ökostromgesetz, bei der Wohnbauförderung oder im Verkehrsbereich," fordert Lichtenecker Pröll auf seine Energien konstruktiv einzusetzen.

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