Die Sozialpartner sind Manager des Wandels

27. Ordentliche Generalversammlung des VÖWG bringt Wechsel an der Spitze - Präsident LEITL sieht EU als größtes Projekt der friedlichen Wirtschaftsentwicklung

Wien (OTS) - Der Verband der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) wurde als Dachorganisation der öffentlichen und gemeinwirtschaftlichen Unternehmungen gegründet, die zu erschwinglichen Preisen und für Alle, auch sozial Schwache, regelmäßig zugängliche Leistungen erbrachten und erbringen. Begriffe wie "Daseinsvorsorge" und "Gemeinwohl" waren damals noch nicht geläufig, heutzutage ist - dem wirtschaftspolitischen Wertewandel folgend - der VÖWG zur Plattform für "Vordenken in Österreich für Wirtschaft und Gemeinwohl" mutiert. In der 27. Ordentlichen Generalversammlung am 26. 11. erfolgte ein Wechsel an der Verbandsspitze: Der bisherige Präsident, Bundesminister a. D. Dr. Caspar EINEM, hat einen beruflichen Wechsel in den Vorstand einer privaten Bedarfsfluggesellschaft vorgenommen, damit fehlt der für diese Position doch notwendige öffentlich-gemeinwirtschaftliche Hintergrund; Dr. Einem wollte deshalb von einer erneuten Kandidatur Abstand nehmen. In der Person von SPÖ-Klubobmann Christian OXONITSCH, der einstimmig gewählt wurde, ist ein erfahrener Kommunalpolitiker an die Spitze des Verbandes getreten, womit zugleich die Verbundenheit des VÖWG mit der Stadt Wien als wichtigem kommunalpolitischem Partner, ihren Ausdruck gefunden hat.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph LEITL, hatte es dankenswerter Weise übernommen, das (übliche) Gastreferat zu halten. Er postulierte einleitend: "In einem kleinen Land wie Österreich muss man alle Kräfte bündeln. Von zehn Euro, die wir in der Tasche haben, verdienen wir bereits sechs Euro außerhalb unseres Landes. Neben den USA verfügen wir über das stärkste Außenwirtschaftsnetz der Welt." Dies, so Leitl, habe aber auch entsprechende Anstrengungen der Wirtschaft als Basis, wobei es so sei, dass viele Unternehmen aus dem öffentlich-gemeinwirtschaftlichen Bereich - also Mitglieder des VÖWG - in gleicher Weise das Netzwerk der WKO in Anspruch nähmen. Er selbst, so der Präsident, sehe eine "IQ"-Strategie als Mittel, das I stehe für Innovation, das Q für Qualifikation. Auch auf europäischer Ebene sei die Zusammenarbeit der Organisationen ein wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit. Leitl sprach hier den CEEP an, mit dem er in Brüssel gemeinsame Erfolge erwarte, denn BusinessEurope koordiniere nicht, wie es seitens der EU erwartet werde, sondern "die vertreten ihre Position und lassen niemanden dazu". Leitl sieht die Situation durchaus nicht unkritisch:
"Viele Bürger zweifeln an der EU, weil die Leute ein feines Gespühr haben, was die derzeitige Lösungskompetenz betrifft." Dennoch: Europa habe viele Chancen, und es sei durchaus kein Fehler, wenn die politischen Institutionen auf die Sozialpartner setzten. Denn, "die Sozialpartner sind die Manager des Wandels". Überhaupt, so der WKO-Präsident, "ist die EU das größte Projekt der friedlichen Wirtschaftsentwicklung", allerdings müssten die ökonomische Akzeptanz und die politische Willensbildung miteinander einhergehen.

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