Bundeskanzler Alfred Gusenbauer: Gemeinsam zur Weltspitze

Innovationsgipfel für Österreich

Wien (OTS) - Beim heutigen Gipfel "Innovation für Österreich" in der Wiener Akademie der Wissenschaften setzte die Bundesregierung die Wichtigkeit einer gemeinsamen Innovationsstrategie für Österreich parteipolitisch außer Streit.

Mut zu großen Schritten forderte der Kanzler in seinem Einleitungsstatement. Innovation sei oft zuwenig radikal, "Innovation heißt aber auch riskante Sprünge zu wagen!" Nach einer Aufholjagd Österreichs ins gute europäische Mittelfeld hieße die Devise jetzt:
"Von der Mitte zur Spitze." Als gesellschaftspolitisch besonders wertvolle Themenfelder nannte Gusenbauer die Bereiche Umwelt, Energie und Verkehr. Dafür seien die weitere Unterstützung von Kompetenzzentren und Forschungseinrichtungen notwendig, ebenso wie Reformen der Universitäten und die Investitionen in Humanressourcen "Bildung ist die profitabelste Investition in die Zukunft!" betonte der Kanzler. Eine noch engere Kooperation der Politik mit Wirtschaft und Wissenschaft sei Kern der Innovationsstrategie 2020.
Vertreten waren daher die zuständigen Ressortverantwortlichen, ausgewiesene nationale und internationale ExpertInnen, VertreterInnen von forschungsintensiven Unternehmen und der Rat für Technologie und Forschung (RTF).

Vizekanzler Wilhelm Molterer betonte, dass die Ausganglage für eine Innovationsschub günstig sei, Österreich Wirtschaft wachse derzeit schneller als die aller anderen Länder der Euro-Zone: "Wenn wir heute offen Ideen aufgreifen und umsetzen und die internationale Kooperation nicht scheuen, können wir zu den Top 3 Europas vorstoßen!"

Keynote-Speaker Esko Aho, Ex-Premier Finnlands und derzeitiger Präsident des Finnischen Innovationsfond skizzierte die wesentlichen Herausforderungen Europas: Das Gegenteil der Innovation ist die Imitation. Daher solle Österreich nicht die nordischen Länder kopieren. Denn das Nachahmen sei nur auf kurze Zeit erfolgreich. Finnland ahmte Schweden nach, Europa kopierte die USA, Japan die westliche Welt. Der Zeitpunkt des Stillstands und der Krise sei jedes Mal gefolgt. Nicht die Sicherheit sei der Motor, sondern Innovation und Mobilität führe zum Erfolg.

Innovationsminister Werner Faymann möchte nun das System der Forschungsförderung als Ganzes evaluieren und dann Schwerpunkte setzen. Zudem verlangte er, noch ganzheitlicher an die Herausforderungen heranzugehen: "Wir treffen uns zu Forschungsgipfel, zu Verkehrsgipfel, zu Klimaschutzgipfel, erfolgreich werden wir erst dann sein, wenn wir diese Themen vernetzen."

Bildungsministerin Claudia Schmidt kündigte an, Innovationsprojekte in den Schulen verstärkt zu fördern und die Verbindung der Ausbildung mit Wirtschaft und Gesellschaft sicherzustellen. Daher müsse Bildung selbst Gegenstand von Innovation werden. Denn zur Spitze gehöre auch eine hoch qualifizierte breite Basis, die Freude an Bildung und Erneuerung findet.

In seinem Schlussstatement bekräftigte Bundeskanzler Gusenbauer, dass Österreich seine Innovationsstrategie ganz konkret managen werde. Dazu würden Ziele quantifiziert, die verschiedenen Akteure der Innovationsförderung noch besser koordiniert werden müssen. "Wir werden Prioritäten setzen und eine Roadmap erstellen. Wir werden die Innovationsstrategie 2020 ausarbeiten und beim Innovationsgipfel 2008 erste Eckpunkte vorstellen!" schloss der Bundeskanzler.

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