Handelsminister Burjan Dugoll aus dem Kosovo besucht das Parlament Dugolls Vision: EU-Beitritt gemeinsam mit Serbien und Albanien

Wien (PK) - Eine Delegation aus dem Kosovo mit Handelsminister Bujar Dugoll an der Spitze besuchte heute das Parlament und führte mit dem heute gewählten Obmann des Außenpolitischen Ausschusses Andreas Schieder sowie mit den Abgeordneten Wolfgang Großruck (V), Karlheinz Klement (F) und Veit Schalle (B) eine rund einstündige Aussprache zu den Hauptthemen Lösung der Statusfrage und Förderung internationaler Investitionen im Kosovo.

Mehr als 70 % der Menschen im Kosovo sind jünger als 30 Jahre, berichtete Handelsminister Burjan Dugoll und unterstrich die Notwendigkeit, Arbeitsplätze in seinem Land zu schaffen. Dies setze internationale Investitionen voraus, erklärte Dugoll weiter und warb um Investoren aus Österreich, das schon bisher einen Spitzenplatz unter den Wirtschaftspartnern des Kosovo einnehme. Der Handelsminister berichtete von Fortschritten auf dem Weg zu guten Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, insbesondere auch zur Verbesserung der Rechtssicherheit und machte auf die jüngst abgehaltenen Wahlen zu allen demokratischen Institutionen im Kosovo aufmerksam. Die Statusfrage sollte nun ohne weitere Verzögerungen geklärt werden, sagte Minister Dugoll, wobei er klar stellte, dass für ihn nur die Umsetzung des Ahtissari-Plans und die Unabhängigkeit des Kosovo zu einer Lösung der Probleme führen könne. Der Kosovo habe das Potential für einen selbständigen Staat und er wolle in den internationalen Organisationen zur Stabilität in der Region beitragen. Als politische Vision der überwiegenden Mehrheit der Menschen im Kosovo, auch der Minderheiten, nannte Bujar Dugoll den gemeinsamen EU-Beitritt eines unabhängigen Kosovo gemeinsam mit Serbien und Albanien.

Der Obmann des außenpolitischen Ausschusses Andreas Schieder unterstrich gegenüber den Gästen aus dem Kosovo das Bekenntnis Österreichs und seiner Bundesregierung zum Ahtissari-Plan. Um künftige Konflikte zu vermeiden, sei es laut Schieder notwendig, die Minderheitenrechte im Kosovo sicherzustellen - niemand solle sich als Verlierer fühlen müssen. Wichtig sei zudem, die Rechtsgrundlage für die internationale Militärpräsenz zu klären und insgesamt einen Weg einzuschlagen, den möglichst viele Menschen im Kosovo mitgehen können. (Schluss)

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