Bures: Geschlechtergerechtigkeit muss festen Platz in Innovationsagenda haben

Förderung von Frauen in Forschung im Regierungsübereinkommen vereinbart

Wien (SK) - "Geschlechtergerechtigkeit muss in der neuen Innovationsagenda einen festen Platz finden", so Frauenministerin Doris Bures Dienstagmittag beim Zukunftsdialog "Innovation für Österreich". Die "gleichberechtigte Einbindung von Frauen in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung muss daher zu unseren gesellschafts- und demokratiepolitischen Zielsetzungen zählen". Bures betonte auch, dass es sich Österreich ökonomisch nicht leisten könne, auf "eine Hälfte der klugen Köpfe, nämlich die der Frauen" zu verzichten. Umso wichtiger sei es da, dass im Regierungsübereinkommen die Förderung von Frauen in Wissenschaft und Forschung und die Hebung des Frauenanteils in Führungspositionen vereinbart wurde. ****

Bures verwies auch darauf, dass Studien belegen, dass "Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil in der Führungsebene höhere Gewinne erzielen" - auch dieser Umstand unterstreiche die Wichtigkeit von Gleichstellungsmanagement. Es sei aber leider festzustellen, dass Frauen in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung nach wie vor unterrepräsentiert sind. So betrage der Frauenanteil in der Forschung lediglich 24 Prozent, der Anteil von Universitätsprofessorinnen betrage sogar weniger als zehn Prozent. Daher gelte es - wie auch der Rat für Forschung und Technologieentwicklung vorschlägt - "klassische Frauenförderung in der Forschungsförderung und in den Institutionen zu forcieren sowie Gender Mainstreaming als Grundprinzip in allen Programmen zu verankern".

An wesentlichen Aufgaben für die Innovationsstrategie nannte Bures:

+ Gleichstellung und Frauenförderung in den Zielsetzungen der Forschungsförderungsreinrichtungen implementieren und in die allgemeinen Richtlinien für Förderprogramme aufnehmen
+ Aufnahme der Frauenförderung in die Vergabekriterien für Forschungsprogramme
+ Verankerung des Gender Budgeting als Planungs- und Controlling-Instrument.

Es sei klar, dass Faktoren, wie Bildung, Intelligenz und Begabung, von Männern und Frauen grundsätzlich gleich sind, so Bures, die klarmachte, dass sich daraus auch die Forderung nach Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ergebe. Daher müsse Gleichstellungspolitik fixer Bestandteil einer erfolgreichen Innovationsagenda sein, bekräftigte Bures abschließend. (Schluss) mb

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