Grünewald zu Studienförderung: Broukal und Brinek sollen mit dem Kasperltheater aufhören

Inflationsanpassung der Einkommensgrenzen ist unabdingbar

Wien (OTS) - "Broukal und Brinek sollen kein Kasperltheater aufführen, sondern sich an den Tisch setzen und sich im Interesse der Studierenden auf eine umfassende Reform des Studienförderungsgesetzes einigen", fordert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen. "Die Studienbeihilfe wurde seit 1999 nicht valorisiert, eine entsprechende Anpassung der unteren Einkommensgrenzen für den Beihilfenbezug ist daher unabdingbar", unterstützt Grünewald die Forderung der SPÖ nach einem vollen Inflationsausgleich.

Kritisch merkt Grünewald an, dass ein Viertel der veranschlagten Kosten der Novelle für das von der sozialen Lage unabhängige Leistungsstipendium aufgewendet werden soll. Leistungsstipendien erhalten meist Vollzeitstudierende mit gutem Notendurchschnitt -unabhängig von ihrer Einkommenssituation oder jener der Eltern. Das dafür veranschlagte Budget solle eher für weitere Maßnahmen gegen die soziale Selektion im Bildungssystem verwendet werden.

Des weiteren fehlen konkrete Verbesserungen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Studium und Berufstätigkeit sowie von Studium und Kinderbetreuung. "Die Studierenden-Sozialerhebung zeigt auf, dass es fast 60 Prozent der Mütter aufgrund ihrer Betreuungspflichten nicht oder kaum möglich ist zu studieren. Aus diesem Grund sind an allen Universitäten Kinderbetreuungseinrichtungen einzurichten", fordert Grünewald. Zudem sollten im Sinne des lebensbegleitenden Lernens ArbeitnehmerInnen, die über viele Jahre Steuern und Sozialversicherungsbeiträge geleistet haben, auch nach 35 Jahren das Recht auf ein Selbsterhalterstipendium erhalten.

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