Generalstab: Unmittelbarer Grenzbereich zu Darfur nicht Einsatzgebiet der EU-Truppen

Medienmeldungen mit hunderten Toten lassen sich nicht bestätigen

Wien (OTS) - Zu verschiedenen Meldungen die Sicherheitslage im Tschad betreffend stellt General Christian Segur-Cabanac, Leiter des Führungsstabes im Verteidigungsministerium, im Rahmen des Tschad Informationstages Dienstag Mittag folgendes fest: "Wir beobachten die Lage sehr genau. Gemäß unserer jüngsten Lagebeurteilung und laut EUFOR-Kommando gab es Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen aus dem Sudan im unmittelbaren Grenzbereich zu Darfur. Meldungen, wonach es hunderte Tote gegeben habe, lassen sich aber nicht bestätigen".

"Der unmittelbare Grenzbereich zum Sudan, insbesondere zur Krisenregion Dafur, ist nicht Operationsgebiet von EUFOR. Die Grenze zum Sudan wird von ca. 15.000 tschadischen Soldaten gesichert. Die Grenzsicherung ist nicht Aufgabe der EU-Force und damit auch nicht der österreichischen Soldaten. Die etwa 3.500 Soldaten der EU, davon 160 Österreicher, sind in der Tiefe zum Schutz der Flüchtlingscamps eingesetzt. Die Ereignisse haben daher auf die Planungen von EUFOR keinen Einfluss", sagt General Segur-Cabanac. Man müsse die Entfernungen in der richtigen Dimensionen sehen. "Der Tschad hat eine Größe von knapp 1,3 Millionen Quadratkilometern - das ist 15 mal so groß wie Österreich", so der General abschließend.

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